Der Börsen-TagStarke China-Daten machen Anleger in Asien vorerst mutig
Unerwartet starke Konjunkturdaten aus China und die Hoffnung auf eine Beilegung des Iran-Konflikts geben den asiatischen Aktienmärkten Rückenwind. Die Börse Shanghai gewinn 0,4 Prozent auf 4043,64 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stieg um 0,6 Prozent auf 4713,95 Punkte.
Die nach den USA zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt wuchs im ersten Quartal mit 5,0 Prozent stärker als von Analysten erwartet. "Der solide Jahresauftakt dank einer starken Exportleistung deutet darauf hin, dass die direkten Auswirkungen des Nahost-Konflikts vorerst begrenzt bleiben", sagte Junyu Tan, regionaler Ökonom für Nordasien bei Coface in Hongkong. Die Aussichten seien jedoch "trotz der relativen Widerstandsfähigkeit Chinas bei den Unterbrechungen der Energielieferketten nicht nur rosig. Der Exportmotor könnte bei einem Andauern des Konflikts durch eine schwächere globale Nachfrage gebremst werden."
In Tokio stieg der 225 Werte umfassende Nikkei-Index 2,4 Prozent auf 59.549,59 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 1,3 Prozent höher bei 3820,66 Zählern. Der breit gefasste MSCI-Index für asiatische Aktien außerhalb Japans legte um 0,3 Prozent zu und steuerte damit auf den dritten Gewinntag in Folge zu. Die Analysten vom Goldman Sachs sind für die Aktien der Schwellenländer "insgesamt positiv gestimmt". Die Gewinne in der Region würden von der KI-bezogenen Nachfrage angetrieben, die von den direkten Auswirkungen des Ölschocks abgeschirmt sein dürfte, heißt es.