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Der Börsen-TagTata-Deal: Thyssen garantiert Arbeitern Mitspracherechte

04.10.2017, 09:51 Uhr

Die Stahlfusion zwischen Thyssenkrupp und Tata wird weiter mit Argusaugen verfolgt.

2000 Jobs sollen bei der Fusion des Stahlgeschäfts von ThyssenKrupp mit der indischen Tata Steel wegfallen. So viel ist bereits gewiss. Allen verbleibenden Arbeitnehmern garantiert der deutsche Konzern jetzt aber die traditionellen Mitspracherechte. Der "Bild-Zeitung" sagte Thyssenkrupp-Chef Heinrich Hiesinger: "Die deutschen Stahlkocher behalten ihre Montanmitbestimmung so wie sie heute ist."

Die Montanmitbestimmung regelt seit den 1950er Jahren, dass die Arbeitnehmer im Aufsichtsrat auf die gleiche Anzahl von Vertretern wie die Arbeitgeber kommen.

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ThyssenKrupp-Chef Hiesinger. (Foto: dpa)

Hiesinger geht davon aus, dass es beim angekündigten Abbau von 2000 Arbeitsplätzen in Deutschland bleiben wird. "An die Obergrenze von bis zu 2000 Stellen in den nächsten Jahren halten wir uns", sagte er.

Ein ABER gibt es allerdings auch: Einschränkend räumt Hiesinger nämlich ein, dass natürlich niemand wisse, "was in fünf oder zehn Jahren ist".

Thyssenkrupp hatte im September angekündigt, seine Stahlsparte in ein Gemeinschaftsunternehmen mit der des indischen Konkurrenten Tata Steel einzubringen. An dem neuen Konzern sollen beide Seiten je 50 Prozent halten. Als Firmensitz ist das niederländische Amsterdam geplant.

Nicht nur Mitarbeiter, auch Börsianer haben ThyssenKrupp deshalb auf dem Schirm. Barclays stuft die Aktien zuletzt auf "Untergewichten" herunter. Der Kurs fällt um 1,8 Prozent.

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