Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagTech-Schwergewichte kommen unter die Räder

26.05.2026, 07:11 Uhr

Neue US-Angriffe im Nahen Osten dämpfen die Hoffnungen auf ein Friedensabkommen mit dem Iran und drücken die asiatischen Aktienmärkte ins Minus. In Tokio gibt der Nikkei-Index 0,4 Prozent auf 64.897,64 Punkte nach, und der breiter gefasste Topix bleibt fast unverändert bei 3939,88 Zählern. Auch in China halten sich die Anleger zurück: Der Shanghai Composite verliert 0,6 Prozent auf 4127,04 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagniert bei 4921,75 Punkten.

Die geopolitischen Spannungen überschatten die jüngsten Rekordjagden an den Märkten. Zwar verhandeln Vertreter des Irans und der USA in Doha über ein Ende des Krieges, doch US-Militärschläge im Süden des Irans ließen Zweifel an einem raschen Durchbruch aufkommen. "Der Optimismus über ein Friedensabkommen zwischen den USA und dem Iran ist bereits eingepreist, und der Anstieg der Ölpreise belastete die Stimmung", sagt Daisuke Hashizume, Stratege bei Daiwa Securities.

Nach der jüngsten Rally, die den Nikkei zum Wochenstart noch auf ein Rekordhoch getrieben hatte, nehmen viele Investoren zudem Gewinne mit. Zu den Verlierern zählen vor allem schwergewichtige Chipwerte: Die Papiere von Advantest und Tokyo Electron fallen um 5,0 beziehungsweise 2,26 Prozent. Auch der Speicherhersteller Kioxia rutscht um 5,45 Prozent ab, während der Glasfaserkabel-Produzent Fujikura 3,7 Prozent verliert. Gegen den Trend steigen die Aktien der SoftBank Group um 7,36 Prozent und stützen den Leitindex.

Quelle: ntv.de