Der Börsen-TagTech-Titel stürzen ab
Die Sorgen über schwache Technologiewerte in den USA belasten die asiatischen Börsen. Der japanische Nikkei-Index gibt um 1,5 Prozent auf 42.883,17 Punkte nach, während der breiter gefasste Topix 0,5 Prozent auf 3099,85 Zähler verliert. Gegen den Trend legen die chinesischen Börsen zu. Der Shanghai Composite gewinnt 0,3 Prozent auf 3738,82 Stellen, und der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen steigt 0,4 Prozent auf 4240,23 Punkte.
In Tokio zählen vor allem Chip-Werte zu den Verlierern und drücken den Leitindex von seinen jüngsten Rekordhochs. Die Aktien der Softbank fallen 8,3 Prozent, die des Chip-Ausrüsters Advantest geben 5,4 Prozent nach. Zudem belasten neue Konjunkturdaten. Japans Exporte verzeichneten im Juli mit einem Minus von 2,6 Prozent den stärksten Rückgang seit vier Jahren, was vor allem auf die US-Zölle zurückgeführt wurde. "Sie werden die Kosten aber letztendlich an die US-Verbraucher weitergeben müssen, und das würde den Absatz in den kommenden Monaten weiter beeinträchtigen", sagt Takeshi Minami, Chefvolkswirt am Norinchukin Research Institute.
In China hält die Zentralbank die Leitzinsen für Kredite den dritten Monat in Folge stabil. Dies entspricht den Markterwartungen und signalisiert, dass die Regierung trotz schwacher Wirtschaftsdaten keinen schnellen, breit angelegten geldpolitischen Impuls plant. Stattdessen setzt Peking auf gezielte Hilfen für einzelne Sektoren. "Die Behörden legen möglicherweise größeren Wert auf gezieltere Maßnahmen für den Immobilienmarkt und die Konsumnachfrage", sagt Ho Woei Chen, Volkswirtin bei der Bank UOB. Eine Deeskalation im Handelsstreit mit den USA verringerte zudem den Druck für weitere Konjunkturhilfen.