Der Börsen-TagTiefschlag folgt auf Tiefschlag
Der Dax steuert auf eine Verlustwoche zu. Den zwei Gewinntagen zum Wochenstart ließ der deutsche Börsenleitindex zwei Tage mit Abschlägen von fast vier Prozent folgen. Im gestrigen geschäft fiel er zeitweise auf den tiefsten Stand seit April 2025 und schloss mit 22.840 Punkten dann sogar unter der 23.000er-Marke. Sorgen um das globale Wirtschaftswachstum bestimmten den Handel, getrieben von steigenden Ölpreisen infolge des anhaltenden Krieges im Nahen Osten.
Die Sorgen dürften auch das Wochenschlussgeschäft bestimmen. Daneben steht erneut die Geldpolitik im Fokus. So dürften in China die Leitzinsen den zehnten Monat in Folge unverändert bleiben. Einer Reuters-Umfrage zufolge rechnen alle 20 befragten Marktteilnehmer damit, dass die Loan Prime Rate (LPR) für einjährige Kredite bei 3,00 Prozent und für fünfjährige Kredite bei 3,50 Prozent verharrt. Experten verweisen auf die durch den Nahost-Krieg gestiegenen Ölpreise, die die Inflationanfachen. Zudem verringerten überraschend gute Wirtschaftsdaten für Januar und Februar die Dringlichkeit für Maßnahmen zur Unterstützung der Konjunktur.
Unternehmensseitig feiert der Rüstungszulieferer Vincorion sein Debüt an der Frankfurter Börse. Die Papiere wurden zu einem Festpreis von 17 Euro ausgegeben, womit das Unternehmen aus Wedel bei Hamburg auf eine Bewertung von rund 850 Millionen Euro kommt. Der Finanzinvestor Star Capital hat im Zuge des Börsengangs seine Mehrheitsbeteiligung abgegeben. Die Emission war Banken zufolge bereits kurz nach Beginn der Zeichnungsfrist mehrfach überzeichnet. Vincorion stellt unter anderem Generatoren für Panzer und Flugabwehrsysteme her und verbuchte 2025 einen Umsatz von gut 240 Millionen Euro.
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