Der Börsen-TagTraton-Gewinn sinkt, Umsatz auch
Zusatzbelastungen bei der Elektromobilität und Millionenkosten für Schadenersatzklagen lassen den Gewinn bei der Volkswagen-Nutzfahrzeugtochter Traton einbrechen. Das Betriebsergebnis lag nach Angaben im ersten Quartal bei nur noch 60 Millionen Euro, nach 651 Millionen Euro vor Jahresfrist. Traton bezifferte die Sonderkosten auf insgesamt 521 Millionen Euro. Allein "Aufwendungen im Zusammenhang mit der Anpassung einzelner Projekte im Bereich der Elektromobilität" machten 207 Millionen Euro aus, weitere 136 Millionen Euro entfielen auf zivilrechtliche Klagen gegen Scania und MAN im Zusammenhang mit dem europäischen Lkw-Kartell. Der Rest entfällt auf Abfindungen und Kosten im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Standorts.
Um diese Einmaleffekte bereinigt, lag der Gewinn mit 582 Millionen Euro um rund zehn Prozent unter dem Vorjahresniveau. Traton verwies hier insbesondere auf die Zollkosten in den USA, die im Vorjahr noch nicht angefallen waren. Abgemildert worden sei der Rückgang durch Einsparungen. Der Umsatz schrumpfte zugleich um vier Prozent auf 10,23 Milliarden Euro. Entsprechend sank die Rendite um vier Prozentpunkte auf 5,7 Prozent. Für die kommenden Quartale zeigte sich Traton jedoch zuversichtlich und hält an seiner Prognose fest.