Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagTrump-Ultimatum als Stimmungskiller 

23.03.2026, 08:21 Uhr

Die asiatischen Aktienmärkte stehen zu Wochenbeginn unter deutlichem Abgabedruck. US-Präsident Donald Trump hat mit der Zerstörung von Irans Kraftwerken gedroht, sollte das Land seine Blockade der Straße von Hormus nicht innerhalb von 48 Stunden beenden. Der Iran hat für solch einen Fall mit Vergeltungsschlägen gedroht. Dies schürt Sorgen vor einer weiteren Eskalation. Besonders deutlich geht es für den Kospi in Seoul nach unten, der 5,9 Prozent verliert. Der Handel war wegen der hohen Verluste im Verlauf kurzzeitig ausgesetzt. Der Topix in Tokio reduziert sich nach der Feiertagspause am Freitag um 3,3 Prozent. An den chinesischen Börsen geht es für den Shanghai Composite und den Hang-Seng-Index ebenfalls deutlich abwärts.

Der Ölpreis zieht in der Folge an, ein Barrel der Sorte Brent steigt um 0,4 Prozent auf 112,68 Dollar. Asiens Abhängigkeit von Energieimporten mache es im Vergleich zu anderen Regionen anfälliger für eine längere Phase höherer Ölpreise, so Gareth Leather von Capital Economics. Etwa 80 bis 90 Prozent der Energieströme, die die Straße von Hormus passieren, seien in der Vergangenheit für die asiatischen Märkte bestimmt gewesen.

In Südkorea belastet auch die Nominierung des neuen Präsidenten der Bank of Korea. Der nominierte Shin Hyun-song favorisiere eine frühe und entschlossene geldpolitische Straffung, wenn die Inflationsrisiken steigen, meint Jin-Wook Kim von der Citigroup. Shin habe während des Straffungszyklus nach der Pandemie im Jahr 2022 argumentiert, dass vorgezogene Zinserhöhungen bei steigenden Inflationsrisiken vorzuziehen seien. Verzögerungen könnten nämlich dazu führen, dass sich die Inflation verfestige und eine spätere Stabilisierung kostspieliger werde, so der Volkswirt.

Quelle: ntv.de