Der Börsen-TagTrump droht, Iran-Krieg im Anlegerfokus
Europas Börsen dürften mit einem kleinen Plus in den Handel starten. Weiterhin gibt es mit dem Krieg im Nahen Osten nur ein Thema, und hier steht für die Märkte weiterhin die Entwicklung des Ölpreises im Fokus. Brent stand im Tageshoch bereits bei 106,50 Dollar das Barrel, hat sich seitdem aber auf 104,57 Dollar zurück entwickelt. Für etwas Entspannung sorgt die Nachricht, dass zwei Tanker mit Flüssiggas auf dem Weg nach Indien die Straße von Hormus passiert haben. Die Meerenge gilt seit mehreren Tagen als praktisch geschlossen.
Derweil drohen die USA den Nato-Bündnispartnern, sollten sie die Vereinigten Staaten in ihren Bemühungen nicht unterstützen, die Meerenge wieder zu öffnen. Dem Verteidigungsbündnis stellt US-Präsident Donald Trump andernfalls eine "sehr schlechte" Zukunft in Aussicht. Die Reaktion der Allierten fällt bislang zurückhaltend aus. Außerhalb der Nato haben Australien sowie Japan bereits erklärt, keine Schiffe in die Region zu entsenden. "Und selbst wenn sich eine Koalition bilden sollte, ist aktuell nicht klar, ob die Straße von Hormus damit befahrbar gehalten werden kann", so Vermögensverwalter Thomas Altmann von QC Partners.
Etwas Unterstützung für den Markt kommt von positiven Wirtschaftsdaten aus China. Nicht nur zogen die Einzelhandelsumsätze in den Monaten Januar und Februar kräftig an. Auch bei den Anlageinvestitionen gab es positive Signale: Diese stiegen im Jahresvergleich um 1,8 Prozent und übertrafen damit die Erwartungen von 0,8 Prozent. Dies deutet auf eine Erholung hin, nachdem im Jahr 2025 noch ein Rückgang von 3,8 Prozent verzeichnet worden war. Die Industrieproduktion legte im selben Zeitraum um 6,3 Prozent zu, was sowohl über dem Dezemberwert von 5,2 Prozent als auch über den Expertenprognosen von 5,0 Prozent lag.