Der Börsen-TagTrump knöpft sich Zoll-Kritiker vor: "Bleibt cool"

Kurz vor Gesprächen mit der EU-Kommission über den transatlantischen Zollstreit wehrt sich US-Präsident Donald Trump vehement gegen die innenpolitische Kritik an seinem rigorosen Kurs in der Handelspolitik.
Die USA dürften sich in diesen Auseinandersetzungen "keine Schwäche" erlauben, schreibt Trump. Er rät den Kritikern im eigenen Land, "cool" zu bleiben, da die Verhandlungen "richtig gut" liefen. "Das Endergebnis wird es wert sein", twittert der US-Präsident.
Die Kritik innerhalb der USA an Trumps Kurs kommt unter anderem auch von Vertretern seiner eigenen Partei: So sagte etwa der Chef der Republikaner im Repräsentantenhaus, Paul Ryan, Zölle seien nicht die "richtige Antwort" in den Handelsstreitigkeiten mit anderen Ländern: "Ich unterstütze Zölle nicht. Ich halte Zölle für Steuern." Zwar verfolge der Präsident die richtigen Ziele, betonte Ryan. Doch gebe es "bessere Mittel" für den Umgang mit Ländern, die "unfaire Handelspraktiken" verfolgten.
Trump trifft sich am Nachmittag (Ortszeit) mit EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker und EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström im Weißen Haus. Börsianer harren der Dinge.