Der Börsen-TagTrump verunsichert Asien-Märkte
US-Präsident Donald Trumps Aufforderung zur Evakuierung Teherans verunsichert im frühen Handel auch die Anleger an den asiatischen Börsen. Die Märkte waren nervös, nachdem Trump seinen Besuch in Kanada beim G7-Gipfel verfrüht abbrach, um sich um wichtige Angelegenheiten in Washington zu kümmern, wie das Weiße Haus erklärte.
Die japanische Börse tendiert fester. In Tokio legte der Nikkei-Index 0,5 Prozent auf 38.501,08 Punkte zu und der breiter gefasste Topix notierte 0,2 Prozent höher bei 2.781,50 Zählern. Die Börse Shanghai verlor 0,2 Prozent auf 3.381,24 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,2 Prozent auf 3.864,24 Punkte.
Die jüngsten Entwicklungen lösten im frühen asiatischen Handel eine Welle von Abwärtsbewegungen aus. "Der Verdacht liegt nahe, dass die USA eine Art militärische Aktion im Iran beginnen werden, und wir sehen jetzt eine gewisse Risikoaversion, weil dies ein weiteres Element der Unsicherheit in den Markt bringt", sagte Tony Sycamore, ein Marktanalyst bei IG.
Die erhöhte Ungewissheit und die unbeständige Lage im Nahen Osten veranlassten die Anleger, sich auf traditionelle sichere Anlagen wie Gold zu konzentrieren, das um 0,5 Prozent zulegte, während ein Anstieg der US-Staatsanleihen die Renditen auf der gesamten Kurve nach unten drückte.
Der japanische Aktienindex Nikkei folgte mit seinem Anstieg den über Nacht erzielten Gewinnen an der Wall Street, da die Anleger eine Entscheidung der Bank of Japan (BOJ) erwarteten, die ein langsameres Tempo bei der Reduzierung der Anleihekäufe beinhalten könnte. Der japanische Ministerpräsident Shigeru Ishiba konnte auf dem G7-Gipfel mit US-Präsident Donald Trump keinen Durchbruch bezüglich eines Handelsabkommens erzielen. Sie haben sich lediglich darauf geeinigt, die Handelsgespräche weiter voranzutreiben.
Chipaktien gehörten zu den Spitzenreitern im Nikkei. Disco war der größte prozentuale Gewinner mit einem Anstieg von 6,4 Prozent. Advantest kletterte um 3,8 Prozent und Tokyo Electron legte um 3,3 Prozent zu.