Der Börsen-TagTrumps Beruhigungspille wirkt an Asien-Börsen
Fallende Ölpreise verhelfen den Aktienmärkten in Ostasien und Australien zu einer Erholung. Am Montag waren die Börsen der Region teils regelrecht eingebrochen, nachdem die Ölpreise in der Spitze um bis zu 30 Prozent nach oben geschossen waren, was Konjunktur- und Inflationssorgen schürte. Allerdings sagte US-Präsident Donald Trump im späteren Tagesverlauf, dass der Krieg im Iran "sehr bald" beendet sein könnte, denn die militärische Operation schreite rascher voran als geplant. Auch konzentrierten sich die USA darauf, dass die Welt weiter mit Energie und Öl versorgt werde. Das sorgte für einen Stimmungswechsel.
Zweifel an der Ölversorgung waren zuvor im Verlauf des Tages bereits von den Finanzministern der G7 gelindert worden. Sie hatten Bereitschaft signalisiert, die strategischen Ölreserven anzugreifen, um die Versorgung zu sichern. Aktuell ermäßigt sich der Brent-Ölpreis um 6 Prozent auf 92,98 Dollar je Barrel, nachdem er zu Wochenbeginn erstmals seit 2022 auf über 100 Dollar gestiegen war und im Hoch sogar fast 120 Dollar erreicht hatte.
An der Börse in Seoul legt der Kospi um 4,6 Prozent zu; er hatte am Montag 6 Prozent eingebüßt. In Tokio steigt der Topix um 2,1 Prozent. An den chinesischen Börsen fallen die Gewinne geringer aus, sie hatten sich am Vortag allerdings auch deutlich besser gehalten. In Shanghai gewinnt der Composite-Index 0,4 Prozent. Der Hang-Seng-Index notiert in Hongkong 1,7 Prozent höher.