Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagTrumps Zollulitis bekommt dem Dax gar nicht gut

23.02.2026, 17:38 Uhr

Die Euphorie über die Niederlage von US-Präsident Donald Trump vor dem Supreme Court ist an den europäischen Aktienmärkten schnell verflogen. Die von Trump eilig verhängten neuen Zölle von zunächst zehn und mittlerweile 15 Prozent schürten erneut Unsicherheit an den Finanzmärkten. An der Frankfurter Börse gab der Dax um 1,1 Prozent nach und schloss bei 24.992 Punkten. Der EuroStoxx50 notierte 0,4 Prozent tiefer bei 6109 Stellen. "Das Zollchaos geht nun in die nächste Runde und dürfte die Märkte noch eine Weile beschäftigen", sagte IG-Analyst Christian Henke.

Börsianer treibt vor allem die Frage um, wie es nun um die mit den meisten Staaten abgeschlossenen Vereinbarungen bestellt ist. "Indien hat beispielsweise Gespräche in Washington erst einmal auf Eis gelegt." Auch die Europäische Union setzte die Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA aus. Das besser als erwartet ausgefallene Ifo-Geschäftsklima in Deutschland war nur eine Randnotiz.

Die gestiegene Unsicherheit trieb Anleger erneut zu den Edelmetallen. Die Preise für Gold und Silber stiegen kräftig an. "Ob der Goldpreis in naher Zukunft wieder über 5400 Dollar steigen kann, könnte davon abhängen, wie lange die Unsicherheit bezüglich der Zölle anhält und ob die USA militärische Maßnahmen gegen den Iran ergreifen", sagte Tim Waterer, Analyst vom Handelshaus KCM Trade.

Infineon will bis zu 200 Millionen eigene Aktien über die Börse zurückkaufen. Die Aktien gewannen 1,5 Prozent. Für Airbus haben die Analysten von JP Morgan ihre Prognosen für den Gewinn im Zeitraum 2026 bis 2030 um jährlich vier bis elf Prozent gesenkt. Sie nehmen eine etwas vorsichtigere Haltung bezüglich des Hochlaufens der Flugzeugproduktion ein und bewerten angesichts der Erfahrungen der vergangenen Jahre den operativen Hebel zurückhaltender. Airbus kamen um 3,4 Prozent zurück.

Quelle: ntv.de