Der Börsen-TagTürkische Notenbank mit düsterer Vorhersage
Die türkische Zentralbank hat ihre Inflationsprognose mehr als verdoppelt. Am Jahresende dürfte die Teuerungsrate bei 58,0 Prozent liegen, sagt die neue Gouverneurin Hafize Gaye Erkan am Donnerstag auf ihrer ersten Pressekonferenz. Vor drei Monaten waren die Währungshüter von 22,3 Prozent ausgegangen. Für Ende 2024 wurde die Prognose von 8,8 auf 33 Prozent angehoben. Bis Ende 2025 soll die Inflationsrate auf 15 Prozent gesenkt werden - auch mit Hilfe von weiteren Zinserhöhungen.
"Solange sich die Inflationsaussichten nicht deutlich verbessert haben, werden wir die Geldpolitik bei Bedarf schrittweise straffen", so Erkan, eine ehemalige Wall-Street-Bankerin, die am 9. Juni zur Zentralbankchefin ernannt wurde. Sie machte die Lira-Schwäche mitverantwortlich für die notwendige Korrektur der Inflationserwartungen. Der schwache Wechselkurs treibe die Importpreise in die Höhe.