Der Börsen-TagUS-Anleger auf der Hut
Mit angezogener Handbremse haben sich die US-Anleger vorangetastet. Einerseits linderte ein überraschend starker Stellenaufbau die Konkunktursorgen, andererseits gingen die Investoren deswegen aber auch von rascheren und größeren Zinsschritten der US-Notenbank aus. Trotz der Omikron-Welle entstanden in den USA im Januar 467.000 neue Jobs, nachdem Analysten lediglich mit 150.000 gerechnet hatten.
Der Dow-Jones-Index fällt zunächst 0,3 Prozent auf 35.044 Punkte. Der S&P-500 liegt 0,2 Prozent höher bei 4484 Punkten. Der Index der Technologiebörse Nasdaq notiert 0,7 Prozent höher bei 13.972 Zählern. Tech-Werte profitierten von ermutigenden Geschäftszahlen von Amazon. Diese beruhigten die Nerven der Anleger, nachdem der Schock über die Zahlen der Facebook-Mutter Meta am Donnerstag den Börsen weltweit zu schaffen gemacht hatten. Positiv sei auch der erstmalige Quartalsgewinn von Snapchat-Eigentümer Snap, sagte Anlagestratege Jürgen Molnar vom Brokerhaus RoboMarkets. "Vor dem Hintergrund der schlechten Zahlen des direkten Konkurrenten eine starke Leistung." Snapchat steht im direkten Wettkampf mit Metas Instagram. Amazon-Titel legten um zehn Prozent zu, Snap-Papiere um mehr als 43 Prozent.