Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagUS-Industrieaufträge brechen ein - Konjunkturdelle?

25.08.2017, 16:06 Uhr

Schlechte Nachrichten von der Konjunkturfront: Die Bestellungen der US-Industrie für langlebige Güter mit mindestens dreijähriger Haltbarkeit - vom Fernseher bis zum Flugzeug - sind im Juli laut US-Handelsministerium um 6,8 Prozent zum Vormonat geschrumpft.

Das war das größte Minus seit April 2014. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang um 6,0 Prozent gerechnet. Im Juni hatte es noch ein Umsatzplus von 6,4 Prozent gegeben.

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Die Boeing-Aufträge verzerren das Bild etwas. (Foto: REUTERS)

Für das Auf und Ab der Zahlen dürfte allerdings maßgeblich der Flugzeugbauer Boeing gesorgt haben: Er meldete auf seiner Website, dass im Juli lediglich 22 Flugzeug-Bestellungen eingegangen seien. Im Juni waren es noch 184.

Bei den Juli-Daten ergibt sich also durch die Boeing-Aufträge ein etwas verzerrtes Bild.

Warum Auftragseingänge für langlebige Güter überhaupt erwähnenswert sind?

Weil sie als guter Frühindikator für die industrielle Nachfrage gelten. Sie liefern einen Hinweis auf das Geschäftsklima sowie zukünftige Vorhaben.

Sinkende Lagerbestände gelten in der Regel als positives Signal, während steigende Lagerbestände darauf hinweisen das die Nachfrage hinter dem Angebot zurück bleibt. Im Falle von gestiegenen Lagerbeständen, wird dies negativ gewertet, da das Angebot höher als die Nachfrage ist und dadurch das Wachstum gebremst wird.