Der Börsen-TagUS-Jobwachstum im September stärker als erwartet

Das US-Jobwachstum hat im September die Erwartungen übertroffen, was die Hoffnungen auf eine Zinssenkung durch die Fed im Dezember weiter dämpfen dürfte. Wie das US-Arbeitsministerium berichtete, entstanden in der Privatwirtschaft und beim Staat 119.000 zusätzliche Stellen. Volkswirte hatten nur einen Zuwachs um 50.000 erwartet. Die Angaben für die beiden Vormonate wurden kumuliert um 33.000 Jobs nach unten revidiert: Das Ministerium meldete für August nun einen Stellenabbau von 4.000 (vorläufig: Zuwachs von 22.000) und für Juli ein Stellenplus von 72.000 (vorläufig: 79.000). Die separat erhobene Arbeitslosenquote erhöhte sich im September auf 4,4 von 4,3 Prozent, während Ökonomen einen stabilen Wert vom 4,3 Prozent erwartet hatten.
"Der Beschäftigungsanstieg wird wieder einmal vor allem vom Dienstleistungssektor getragen. Aufgrund des Shutdowns besteht aber weiterhin dichter Datennebel, der sich nur langsam lichtet", meine Bastian Hepperle von Hauck Aufhäuser Lampe: "Der Oktober-Arbeitsmarktbericht entfällt komplett. In Teilen geht er im November-Bericht auf, der aber erst etwas später zur Verfügung steht. Zeitnähere Indikatoren deuten auf eine schwächere Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hin. Beschäftigungszuwächse werden künftig spürbar schwächer ausfallen. Der Fed werden zur Dezember-Sitzung wichtige Daten fehlen. Eine Leitzinssenkung steht damit auf wackeligen Füßen, ließe sich aber als Vorsichtsmaßnahme allemal verkaufen."