Der Börsen-TagUS-Sanktionen gegen Tokyo Electron? Kurssturz
Mit teils sehr deutlichen Abgaben zeigen sich die ostasiatischen Aktienmärkte. "Ausreißer" ist lediglich die Börse in Hongkong, wo der Hang-Seng-Index seine Erholung fortsetzt und erneut leicht zulegt. Die kräftigsten Verluste verzeichnen Technologie- und Halbleiteraktien, da die Androhung weiterer US-Restriktionen gegen China die Besorgnis über einen erneuten Handelskrieg zwischen den beiden Ländern verstärkt.
Dies hatte gestern bereits den S&P-500 und vor allem die Nasdaq-Indizes an der Wall Street tiefer ins Minus gedrückt. Zudem war es im Technologie-Sektor erneut zu kräftigen Gewinnmitnahmen gekommen, da der Optimismus über Zinssenkungen die Anleger dazu veranlasst, in konjunkturell sensiblere Sektoren zu wechseln. Dazu kommen die Äußerungen des republikanischen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump zu den US-Verteidigungsausgaben für Taiwan, die bei den Anlegern Sorgen hervorrufen.
Besonders deutlich fällt das Minus in Tokio aus, wo es für den Nikkei 2,1 Prozent nach unten geht. Hier fällt die Aktie von Tokyo Electron um weitere 9,1 Prozent. Hintergrund sei weiterhin ein Bloomberg-Bericht, wonach das Unternehmen wegen seiner Lieferungen an die chinesischen Märkte einer genaueren Prüfung durch die USA unterzogen werden könnte. Dem Bericht zufolge erwägen die USA strengere Handelsbeschränkungen für China, wenn Unternehmen wie Tokyo Electron und ASML weiterhin Chiptechnologie nach China liefern. Investoren sorgen sich vor möglichen Gegenmaßnahmen aus China.
Vor diesem Hintergrund geht es auch für den Kospi in Seoul um 1,3 Prozent nach unten. Die Aktien von Index-Schwergewicht Samsung Electronics fallen um 2,1 Prozent und SK Hynix reduzieren sich um 4,3 Prozent.