Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagUS-Vorgaben lasten auf Asien-Börsen

17.06.2022, 07:45 Uhr

Nach einem weiteren Ausverkauf an der Wall Street überwiegen an den Börsen in Ostasien und Australien die roten Vorzeichen. In den USA waren die Leitindizes um bis zu gut 4 Prozent abgestürzt, belastet noch von der großen Zinserhöhung am Mittwoch um 0,75 Prozent. Derweil hat die japanische Notenbank am Freitag ihren Leitzins auf ultraniedrigem Niveau belassen, sie folgte damit nicht der Reihe der Zinsanhebungen in den USA, der Schweiz und Großbritannien.

Die Sorge vor einer Rezession hat die Märkte fest im Griff, sagen Teilnehmer. Die Anleger rufen sich in Erinnerung, dass in den USA und andernorts der Kampf gegen die Inflation zunächst weiter Vorrang gegenüber dem Wirtschaftswachstum hat.

Mit einem Minus von gut 2 Prozent steht der japanische Markt mit an der Spitze der Verlierer, obwohl der Yen mit der Entscheidung der Bank of Japan deutlich unter Druck kommt und rund 1,2 Prozent gegen den Dollar nachgibt. Angesichts des noch relativ verhaltenen Preisdrucks in Japan gab es für die Notenbank weniger Anlass für einen Zinsschritt, sagen die Analysten der Maybank.

Recht gut halten sich die chinesischen Börsen, in Hongkong geht es sogar um 0,8 Prozent nach oben. Der Fall der US-Renditen am Vortag könnte etwas Druck vom dortigen Markt nehmen, vermutet KGI Research. In Shanghai tendiert der Markt unverändert. Deutlich abwärts geht es in Südkorea (-1%) und in Australien (-2,2%), wo die Vorgaben der Wall Street belasten.

Quelle: ntv.de