Der Börsen-TagUS-Wirtschaft kann nicht überzeugen
Die Wirtschaft in den USA ist laut der Notenbank Federal Reserve (Fed) zuletzt weiter mäßig gewachsen. Die wirtschaftliche Aktivität habe in der Mehrzahl der Bezirke zwischen Ende Mai bis Anfang Juli leicht zugenommen, teilt die Fed in ihrem Konjunkturbericht "Beige Book" mit. Die Erhebung lief bis zum 8. Juli und fußte auf Wirtschaftskontakten aus den Regionen. Sieben Bezirke meldeten einen Anstieg der Aktivität, während fünf Bezirke eine stagnierende oder rückläufige Aktivität verzeichneten - drei mehr als im vorherigen Berichtszeitraum.
Die Beschäftigung stieg in den meisten Bezirken laut der Umfrage leicht an. Die Preise zogen im Allgemeinen nur moderat. Die Verbraucherausgaben veränderten sich kaum. Der Ausblick war verhalten. Aufgrund der Unsicherheiten im Zusammenhang mit den bevorstehenden Wahlen, der Innenpolitik, geopolitischen Konflikten und der Inflation erwarteten die Befragten ein langsameres Wirtschaftswachstum in den nächsten sechs Monaten.
US-Notenbankchef Jerome Powell hatte jüngst bei einer Anhörung im Kongress gesagt, aktuelle Indikatoren deuteten darauf hin, dass die Wirtschaft weiterhin in einem soliden Tempo wachse. Das Wachstum scheine sich im ersten Halbjahr jedoch abgeschwächt zu haben, nachdem es in der zweiten Hälfte des vorigen Jahres beeindruckend gewesen sei. Ende 2023 hatte das Bruttoinlandsprodukt (BIP) aufs Jahr hochgerechnet um 3,4 Prozent zugelegt. Zu Jahresbeginn 2024 schwächte es sich auf 1,4 Prozent ab. Für das zweite Quartal erwarten Experten ein leichtes Anziehen der Konjunktur und eine Wachstumsrate von 1,8 Prozent.