Der Börsen-TagUber beißt sich bei Delivery Hero fest
Uber treibt seine Ambitionen für eine Übernahme des deutschen Essenslieferanten Delivery Hero verstärkt voran. Wie aus einer Stimmrechtsmitteilung hervorgeht, hielt Uber zum 25. Mai 24,99 Prozent der Stimmrechte, nach zuvor 19,5 Prozent. Zugleich reduzierte der Hongkonger Vermögensverwalter Aspex seinen Anteil an dem Berliner Unternehmen von 14,55 auf 7,56 Prozent. Der "Financial Times" zufolge hat sich Uber direkt und über Derivate den kompletten Aspex-Anteil unter den Nagel gerissen - für einen Preis von knapp unter 40 Euro je Aktie. Das würde Delivery Hero mit etwa zwölf Milliarden Euro bewerten. Uber habe sich fast 37 Prozent an Delivery Hero gesichert.
Ein weiterer Großaktionär von Delivery Hero ist der niederländische Technologie-Investor Prosus. Dieser hält noch 21,8 Prozent an dem Berliner Unternehmen, nachdem er im April 4,5 Prozent an Uber verkauft hatte. Damals hatte Uber mit 20 Euro je Aktie noch deutlich weniger gezahlt. Prosus muss seine Beteiligung an Delivery Hero bis August auf weniger als zehn Prozent abbauen. Das ist eine EU-Auflage, nachdem der Investor den britischen Rivalen Just Eat Takeaway übernommen hatte. Einem Medienbericht zufolge hat Prosus bei der EU offiziell eine Befreiung von weiteren Zwangsverkäufen beantragt.