Der Börsen-TagÜberhaupt keine Entwarnung bei Pleitezahlen
In Deutschland zeichnet sich einer Studie zufolge noch keine Trendwende bei den Firmenpleiten ab. Die Zahl der Insolvenzen von Personen- und Kapitalgesellschaften lag im Februar mit 1466 um fünf Prozent höher als im Vormonat, wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) mitteilte. Der Vorjahreswert wurde um zwei Prozent übertroffen. Im Vergleich zu einem durchschnittlichen Februar der Jahre 2016 bis 2019 - also vor der Corona-Pandemie - liegt die aktuelle Zahl um 58 Prozent höher.
Das Institut erhebt zudem Frühindikatoren, die dem Insolvenzgeschehen in der Regel zwei bis drei Monate vorauslaufen. Diese stiegen im Februar außergewöhnlich stark an und erreichten den zweithöchsten Wert seit dem Beginn der Erhebung im Jahr 2020. IWH-Experte Steffen Müller geht deshalb davon aus, "dass im März weiterhin hohe Insolvenzzahlen zu erwarten sind. Im April und Mai ist ein weiterer Anstieg der Zahlen wahrscheinlich".