Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagUneinheitliche Asien-Börsen nach Fed-Entscheid

01.02.2024, 07:52 Uhr

Sehr uneinheitlich zeigen sich die Aktienmärkte in Ostasien, nachdem es an der Wall Street deutliche Verluste gegeben hatte. In den USA hatten enttäuschende Quartalszahlen beziehungsweise Ausblicke von Technologieschwergewichten enttäuscht und außerdem, dass die US-Notenbank Hoffnungen auf eine erste Zinssenkung schon im März einen Dämpfer erteilt hatte.

Sydney, wo der Markt meistens am stärksten der US-Vorgabe folgt, hat den Handelstag bereits beendet, dort ging es nach dem am Mittwoch erreichten Rekordhoch um 1,2 Prozent nach unten. In Tokio gibt der Nikkei um 0,9 Prozent nach auf 35.937 Punkte. Ganz anders Seoul, dort macht der Kospi einen Satz um 1,4 Prozent nach oben. Für Kauflaune sorgen hier laut Marktteilnehmern solide ausgefallene Handelsbilanzdaten für Januar. Die Zinsaussagen der Fed würden derweil gelassen hingenommen, zumal die Marktzinsen in den USA dessen ungeachtet deutlich gesunken waren, ausgelöst von schwächeren Konjunkturdaten und einem ADP-Arbeitsmarktbericht unter den Erwartungen.

Die chinesischen Börsen zeigen sich stabilisiert, nachdem es dort an den Vortagen kräftig nach unten gegangen war, belastet von der Entwicklung um den wankenden Bauriesen Evergrande und wenig inspirierenden Konjunkturdaten. In Hongkong erholt sich der HSI sogar deutlich um 1,4 Prozent, der Shanghai Composite liegt 0,2 Prozent im Plus. Zumindest für kein größeres weiteres Störfeuer sorgen neue Konjunkturdaten aus China. Der Caixin-Einkaufsmanagerindex des verarbeitenden Gewerbes lag im Januar wie im Dezember bei 50,8 und damit knapp im Expansion anzeigenden Bereich über 50. "Trotz zahlreicher punktueller Unterstützungsmaßnahmen bleiben die Fertigungsaktivitäten ein Hemmschuh", kommentiert Saxo APAC die konjunkturelle Entwicklung.

Quelle: ntv.de