Der Börsen-TagVerdoppelte Kerosinpreise sorgen für Chaos im Luftverkehr
Der vom Iran-Krieg ausgelöste drastische Anstieg der Kerosinpreise sorgt zunehmend für Chaos im Luftverkehr auch über die vielen Absagen von Flügen ins Krisengebiet hinaus. Vor allem Fluggesellschaften, die sich nicht ausreichend mit Termingeschäften gegen Preisausschläge absichern, kommen unter Druck. So kündigte die skandinavische Airline SAS nach einem Bericht der Wirtschaftszeitung "Dagens Industri" mit Verweis auf den "scharfen und plötzlichen Anstieg" der Treibstoffpreise an, im April 1000 Flüge zu streichen nach einigen hundert Ausfällen im März. Bei 800 Flügen täglich sei die Einschränkung begrenzt. Konkurrent Norwegian Air reagierte darauf und stellte von 25. März bis 12. April zusätzlich 120 Flüge ins Programm. Bedient werden vor allem Strecken nach Spanien, aber auch Flüge nach London, wie ein Sprecher erklärte.
Die Nachfrage sei unmittelbar nach Bekanntwerden der Ausfälle bei SAS gestiegen. Durch den Ausfall von Flügen in die Nahost-Region habe Norwegian dafür genug Flugzeuge. "Der Preis für Flugbenzin hat sich innerhalb von zehn Tagen verdoppelt", zitierte die schwedische Zeitung SAS-Chef Anko van der Werff. "Selbst wenn wir versuchen, die Kostensteigerungen so weit wie möglich abzufedern, ist dies ein Schock, der die Luftfahrtindustrie direkt trifft."