Der Börsen-TagVerhaltene, aber positive Signale von der Wall Street
ür den Start an den US-Börsen zeichnet sich eine verhalten positive Tendenz ab. Das Thema Schuldenobergrenze lässt die Akteure nicht nur an der Wall Street nicht los. In einer zweiten Gesprächsrunde über eine Anhebung der Schuldenobergrenze kamen sich die streitenden Seiten am Dienstag immerhin atmosphärisch näher. Konsens zwischen Demokraten und Republikanern scheint zu sein, dass ein Zahlungsausfall keine Option sein könne.
Aus dem Weißen Haus wurde das Treffen als "produktiv und direkt" bezeichnet, vom Sprecher des Repräsentantenhauses, dem Republikaner Kevin McCarthy, als "ein wenig produktiver", wobei eine Einigung bis zum Ende der Woche möglich sein könne. Präsident Biden wird vorzeitig von einer Asienreise zurückkehren, um sich am Sonntag wieder mit der Schuldenkrise zu befassen.
Die Sorgen um die Regionalbanken, die Signale aus Kreisen der US-Notenbank und die Rhetorik der Politiker bezüglich der Schuldenobergrenze hätten Aktien zuletzt belastet und die Indizes in ihren Handelsspannen gehalten, was darauf hindeute, dass der Markt wahrscheinlich seitwärts tendieren werde, wenn die Gewinnsaison zu Ende gehe und sich der Fokus auf das nächste Fed-Zinstreffen am 13. und 14. Juni verlagere, vermutet Marktkenner Peter Cardillo von Spartan Capital.
Mit Blick auf die konjunkturelle Lage, die in den USA stark von der Konsumnachfrage abhängt, erhoffen sich Marktteilnehmer Hinweise von Einzelhandelsunternehmen die Quartalsberichte vorlegen, so etwa Target und TJX. Am Dienstag waren für April durchwachsene Einzelhandelsumsätze berichtet worden und Home Depot hatte mit seinem Gewinnausblick enttäuscht.