Der Börsen-TagVersichererverband: Dieselskandal "teuerstes Schadenereignis"

Die Schadenersatzklagen von Autobesitzern wegen manipulierter Diesel-Abgaswerte kommen die Rechtsschutzversicherer teuer zu stehen. "Die Aufwendungen der Rechtsschutzversicherer für Anwalts-, Gerichts- und Gutachterkosten haben sich auf 1,21 Milliarden Euro erhöht", sagte der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), Jörg Asmussen. Der Dieselskandal sei "das teuerste Schadenereignis in der Rechtsschutzversicherung überhaupt".
Allerdings sind viele Verfahren noch nicht rechtskräftig abgeschlossen. Damit ist offen, welchen Anteil der Rechnung letztlich die Rechtsschutzversicherer bezahlen müssen und welchen die Autobauer. Laut GDV nahmen inzwischen rund 380 000 Kunden ihre Rechtsschutzversicherung im Streit mit Autoherstellern wegen mutmaßlich manipulierter Abgaswerte in Anspruch.