Der Börsen-TagVielen Themen, kaum Gewinne an Asien-Börsen
Die Aktienmärkte in Ostasien und Australien zeigen sich zum Ende der Handelswoche uneinheitlich. Im Fokus stehen zunächst Konjunkturdaten aus der Region. Marktteilnehmer verweisen zudem auf Zurückhaltung vor den am Freitag in den USA anstehenden US-Arbeitsmarktdaten, von denen sich Anleger Erkenntnisse über den Zustand der US-Wirtschaft und den weiteren Zinskurs der US-Notenbank erhoffen.
Für Zurückhaltung bei den Anlegern dürfte aber auch sorgen, dass am Montag in China und in Hongkong die Börsen wegen des Drachenbootfestes geschlossen bleiben. Und auch in Australien wird zu Wochenbeginn wegen des Königstags nicht gehandelt.
In Tokio gibt der Nikkei-Index leicht um 0,2 Prozent nach. Im Blick der Anleger steht hier bereits die nächste Zinssitzung der Bank of Japan (BoJ) am 13. und 14. Juni. An der Börse in Hongkong büßt der Hang-Seng-Index 0,4 Prozent ein. Auf dem chinesischen Festland gibt der Shanghai Composite um 0,2 Prozent nach. Veröffentlichte Handelsdaten zeigten, dass die chinesischen Exporte im Mai dank der robusten globalen Nachfrage um 7,6 (April: +1,5) Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen sind, was über den Erwartungen von Ökonomen lag, die nur mit einem Anstieg um 4,8 Prozent gerechnet hatten. Die Importe sind dagegen lediglich um 1,8 Prozent gestiegen. Hier hatten Ökonomen mit einem Zuwachs um 4,0 Prozent gerechnet.
In Südkorea legt der Kospi indessen deutlich um 1,0 Prozent zu. Marktteilnehmer verweisen auf Nachholeffekte, nachdem die Anleger aufgrund eines Feiertages am Donnerstag nicht handeln konnten. In Sydney steigt der S&P/ASX 200 leicht um 0,2 Prozent. Im Wochenverlauf hatten schwächer als erwartet ausgefallene Daten zum Wirtschaftswachstum zuletzt Sorgen über eine straffere Geldpolitik in Australien gemildert.