Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagVon Panik kann keine Rede sein

17.03.2026, 08:03 Uhr

Europas Börsen dürften wenig verändert in den Handel starten. Am geopolitischen Umfeld hat sich nichts geändert. Ein Ende der Kriegshandlungen im Nahen Osten ist derzeit nicht in Sicht. US-Präsident Donald Trump hat das geplante Treffen mit dem chinesischen Präsident Xi Jinping kurzfristig abgesagt, das eigentlich in zwei Wochen hätte stattfinden sollen.

Wichtigster Gradmesser für die Börsen bleibt der Ölpreis. Brent notiert am Morgen wenig verändert um das Niveau von 100 Dollar das Barrel. Von Panik an den Märkten kann bislang keine Rede sein. Anleger setzen offenbar weiterhin auf eine nur begrenzte Dauer des Konflikts und eine rasche Normalisierung des Ölmarktes sowie der Inflationserwartungen in der Folge.

Zunehmend rücken die Zentralbanken in den Fokus. Die australische Notenbank hat am Morgen den Leitzins in einer knappen Entscheidung auf 4,10 Prozent von 3,85 Prozent angehoben. Anleger erwarten angesichts der hohen Inflation eine weitere Anhebung im Mai. Im weiteren Wochenverlauf entscheiden noch die japanische Notenbank, die Bank of England, die US-Notenbank sowie die EZB über die Geldpolitik. In allen Fallen wird eine Bestätigung des aktuellen Zinsniveaus erwartet. Im Blick steht daher in allen Fällen der geldpolitische Ausblick. Wie es in den kommenden Monaten weiter geht, dürfte in entscheidendem Maße von der Dauer des Irankriegs und der damit verbundenen Inflationsentwicklung anhängen.

Quelle: ntv.de