Der Börsen-TagWall Street startet uneinheitlich
An der Wall Street setzt sich am Dienstag keine klare Tendenz durch. Der lustlose Vortageshandel mit wenig Bewegung scheint sich fortzusetzen. Belastet wird das Sentiment von der Nachricht, wonach die Impfungen in den USA mit dem Vakzin von Johnson & Johnson wegen Blutgerinnungsproblemen ausgesetzt werden sollen. Die US-Gesundheitsbehörde FDA sowie die Behörde für Seuchenschutz haben eine kurzfristige Aussetzung der Impfungen empfohlen. Die Aktien des Pharmakonzerns geben 2,8 Prozent nach und belasten den Dow.
S&P 500
Im frühen Handel verliert der Dow-Jones 0,3 Prozent auf 33.642 Punkte, der S&P-500 zeigt sich hauchdünn im Minus. Der technologielastige Nasdaq-Composite steigt mit leicht sinkenden Anleiherenditen um 0,8 Prozent.
Die Verbraucherpreise im März sind indes kräftig und etwas deutlicher als vorhergesagt gestiegen. Die Jahresteuerung liegt klar über 2 Prozent - in der Kernrate jedoch noch darunter. Die zuletzt von einigen Volkswirten genannten Inflationswerte wurden aber nicht erreicht. Außerdem beruhe die anziehende Teuerung vor allem auf gestiegenen Energiepreisen, so Marktteilnehmer. Die US-Notenbank hatte ein mögliches Überschießen über das langfristige Ziel von zwei Prozent bereits in Aussicht gestellt. Notenbankchef Jerome Powell hatte jüngst erneut einer Zinserhöhung 2021 eine Absage erteilt und hohe Inflationswerte als temporär interpretiert.
"Die Bewertungen am Aktienmarkt sind ein wenig überdehnt. Sollten die Renditen am Anleihemarkt im Zuge einer anziehenden Inflation steigen, könnte eine große Zahl institutioneller Anleger aus sehr risikoreichen Aktien in weniger risikoreiche Rentenpapiere rotieren. Denn dort gibt es noch immer eine komfortable Rendite", sagt Chefvolkswirt Ludovic Subran von der Allianz.