Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagWie der "Grönland-Zoll" auf das deutsche BIP wirken könnte

19.01.2026, 13:55 Uhr
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Ein Militärflugzeug der dänischen Luftwaffe auf dem Flughafen von Nuuk. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Eine konsequente Umsetzung der von US-Präsident Donald Trump angedrohten "Grönland"-Einfuhrzölle würde der deutschen Volkswirtschaft nach Aussage von Commerzbank-Volkswirt Vincent Stamer erheblichen Schaden zufügen. Stamer geht bei seiner Berechnung vom Worst Case aus, bei dem der aktuelle Zollsatz von 15 Prozent zunächst um die angedrohten zehn Prozentpunkte steigen würde und ab 1. Juni um 25 Punkte auf 40 Prozent. "So läge der Schaden für die deutsche Wirtschaft bei einem konsequent eingeführten Zoll von 40 Prozent bei bis zu einem Prozent", schreibt er in einem Kommentar. Auf dem aktuellen Niveau liege der Schaden bei 0,3 Prozent.

Stamer verweist darauf, dass diplomatische Lösungen ohne eine Eskalation des Handelsstreits weiterhin möglich seien. "Trump hat in der Vergangenheit häufig Maximalforderungen mit Zollandrohungen untermauert, um letztendlich Verhandlungspartnern einen 'Deal' und Zugeständnisse abzuringen", argumentiert er. Allerdings: "Sollte das Europäische Parlament wirklich den Handelsdeal aus dem vergangenen Jahr kippen oder die Europäische Kommission Gegenzölle einführen, würde Trump höchstwahrscheinlich den Streit noch weiter eskalieren."

Quelle: ntv.de