Der Börsen-TagWirtschaft lobt Brexit-Einigung in höchsten Tönen

Ungeachtet des ungewissen Ausgangs würdigt die deutsche Industrie die Einigung bei den Brexit-Verhandlungen als "ersten Lichtblick seit langer Zeit". Das mühsam zwischen Großbritannien und der EU ausgehandelte Austrittsabkommen könnte Folgen für deutsche Unternehmen abfedern, erklärte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK), Eric Schweitzer, in Berlin. Ein ungeregelter Brexit hingegen würde Wirtschaft und Handel stark beeinträchtigen. Das "lange Hin und Her bei den Brexit-Gesprächen" habe die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Deutschland und Großbritannien in den vergangenen Jahren bereits "stark negativ beeinflusst", fuhr Schweitzer fort.
Auch Bankenpräsident Hans-Walter Peters lobte den "Durchbruch" und sprach von einer "lang ersehnten Nachricht". Nun seien die politischen Entscheidungsträger gefordert, dem Kompromiss zuzustimmen und einen ungeregelten EU-Austritt des Landes abzuwenden.
Der Außenhandelsverband BGA zeigte sich ebenfalls "sehr erleichtert", das Warten habe sich offenbar "gelohnt". "Nur mit einem geregelten Austritt können die chaotischen Verhältnisse in allen Lebensbereichen und nicht zuletzt für die Wirtschaft verhindert werden", erklärte BGA-Präsident Holger Bingmann. Nun bleibe zu hoffen, dass die Einigung die Zustimmung der Staats- und Regierungschefs sowie im Europaparlament und im britischen Unterhaus finde. Die Unternehmen bräuchten "Klarheit und Planungssicherheit".