Der Börsen-Tag

Der Börsen-TagWohnungsbau-Firmen werden immer pessimistischer

13.07.2026, 08:47 Uhr
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(Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp)

Die deutschen Wohnungsbau-Unternehmen bewerten ihre Geschäftsaussichten so schlecht wie seit über einem Jahr nicht mehr. Das Barometer für das Geschäftsklima sank deshalb im Juni auf minus 31,0 Punkte, von minus 29,5 Zählern im Mai, wie das Münchner Ifo-Institut zu seiner Umfrage unter Unternehmen mitteilte.

Diese beurteilten sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Aussichten für die nächsten Monate schlechter. Ihre Erwartungen fielen dabei sogar auf den niedrigsten Stand seit März 2025. "Die Hoffnung auf eine schrittweise Erholung hat erneut einen Dämpfer erhalten", sagte der Leiter der Ifo-Umfragen, Klaus Wohlrabe. "Viele Unternehmen sehen derzeit keine Anzeichen für eine nachhaltige Belebung des Wohnungsbaus."

Im operativen Geschäft bleibt der Druck hoch: Der Anteil der Unternehmen, die einen Auftragsmangel beklagen, stieg von 42,2 auf 43,7 Prozent. Die Stornierungsquote von Projekten verharrt mit 11,4 Prozent auf erhöhtem Niveau. Die Sorgen um die Materialversorgung bleiben bestehen: Fast jedes zehnte Unternehmen berichtete erneut von Engpässen bei wichtigen Vorprodukten.

"Die Unternehmen kämpfen trotz steigender Baugenehmigungen weiterhin mit einer schwachen Nachfrage", sagte Wohlrabe. "Ein Rückgang der Stornierungen würde die fehlenden Neuaufträge nicht ausgleichen und deshalb keine Trendwende einleiten."

Eine solche Trendwende wäre aber notwendig, da in Deutschland deutlich weniger Wohnungen gebaut werden, als vor allem in Großstädten gebraucht werden. Die in den vergangenen Jahren stetig gestiegenen Baukosten sind dabei als eines der Haupthemmnisse. 

Quelle: ntv.de