Der Börsen-Tag Yellen deutet Zinserhöhung an
Aus Sicht von Finanzministerin Janet Yellen sind womöglich höhere Zinsen nötig, um ein Überhitzen der US-Wirtschaft im Zuge der massiven Investitionsprogramme von Präsident Joe Biden zu verhindern. "Es könnte sein, dass die Zinsen etwas ansteigen müssen, um sicherzustellen, dass unsere Wirtschaft nicht überhitzt", sagte Yellen in aufgezeichneten Bemerkungen zu einer Online-Veranstaltung des Magazins "The Atlantic". Dabei sprach sie von "sehr moderaten Erhöhungen" der Zinsen. Die US-Wirtschaft benötige jedoch die Investitionen, um wettbewerbsfähig und produktiv zu sein. "Ich denke, unsere Wirtschaft wird durch sie schneller wachsen," ergänzte sie.
Später sagte Yellen auf einer Veranstaltung vom "Wall Street Journal", sie gehe nicht davon aus, dass die Inflation ein Problem für die US-Wirtschaft darstellen werde. Die Preiserhöhungen während der Konjunkturerholung seien nämlich nur vorübergehend. Mit Blick auf ihre früheren Äußerungen zu möglichen leichten Zinserhöhungen erklärte sie: "Das ist nichts, das ich erwarte oder empfehle".
Biden will der US-Wirtschaft mit einem mehr als zwei Billionen Dollar schweren Infrastrukturprogramm aus der Corona-Krise helfen.