Der Börsen-TagZinssenkungszyklus drängt sich in den Vordergrund
Mit steigenden Kursen an den europäischen Aktienmärkten rechnen Marktteilnehmer. Der DAX wird vorbörslich ein halbes Prozent höher errechnet bei 21.660 Punkten, damit steht er nur noch knapp unter dem Allzeithoch vom vergangenen Freitag. Während die Zolldiskussion etwas in den Hintergrund geraten ist, wird die Stimmung wie schon in den USA vom jüngst deutlichen Rückgang der Renditen gestützt: "Mit nur noch 2,36 Prozent Rendite am langen Ende sind europäische Aktien weiterhin attraktiv bewertet", so ein Marktteilnehmer mit Blick auf das Kurs-Gewinn-Verhältnis von etwa 14 für den DAX und etwa 14,5 für den Euro-Stoxx-50. Daran gemessen sei der US-Markt mit einem KGV von gut 22 teuer. Die Renditen profitierten zuletzt unter anderem von den fallenden Ölpreisen, die zudem die Gewinnentwicklung vieler Unternehmen stützen.
Positive Impulse werden weiterhin auch vom Zinssenkungszyklus am kurzen Ende erwartet. Die Bank of England tagt und sie wird am Mittag ihren Leitzins voraussichtlich um weitere 25 Basispunkte senken. Am europäischen Geldmarkt ist die jüngste EZB-Senkung mit Beginn der neuen Mindestreserveperiode am Vortag umgesetzt worden.
Daneben steht die Berichtssaison für die Einzeltitel weiter im Blick. Außerdem wird vor Börsenstart der deutsche Auftragseingang veröffentlicht und am Nachmittag die wöchentlichen US-Arbeitsmarktdaten sowie Daten zur US-Produktivität.