Der Börsen-TagZuversicht der US-Anleger ist verflogen
Zum Start in die neue Woche geht es an den US-Börsen abwärts. Vor allem Technologiewerte werden verkauft. Kurz nach Handelsbeginn verliert der Dow-Jones-Index 0,7 Prozent auf 31.291 Punkte. Der S&P-500 büßt 0,8 Prozent ein und der Nasdaq-Composite 1,4 Prozent. Steigende Anleihezinsen weckten Befürchtungen, dass besonders die Technologiewerte zu hoch bewertet sein könnten, erklären Beobachter die höheren Abgaben in diesem Segment.
Anleger setzten auf die baldige Erholung der Wirtschaft dank der immer breiteren Verfügbarkeit von Impfungen gegen das Coronavirus und des von US-Präsident Joe Biden angestrebten Konjunkturpakets im Umfang von 1,9 Billionen Dollar. In Verbindung mit Inflationssorgen und der Aussicht auf unerwartet schnell steigende Zinsen hätten diese Erwartungen zu einem Ausverkauf bei Staatsanleihen geführt, berichten die Marktteilnehmer weiter. Sinkende Anleihenotierungen führten indessen im Gegenzug zu steigenden Renditen. Dies habe wiederum die Sorge geschürt, dass die schon hoch bewerteten Aktien im Vergleich zu den als risikoarm geltenden Anleihen an Attraktivität verlieren könnten.
Die Erwartung, dass sich die Wirtschaft erholen werde, manifestiere sich daneben auch in einer Rotation aus Technologiewerten, die den Anstieg der Aktienmärkte nach dem pandemiebedingten Einbruch angeführt hatten, in konjunktursensitive Sektoren wie Finanzen oder Energie, heißt es weiter. Energiewerte liegen mit einem Plus von durchschnittlich rund 2,0 Prozent an der Spitze der Gewinner, getrieben vom Anstieg der Ölpreise. Bankenwerte legen im Schnitt um 0,8 Prozent zu. Technologiewerte stellen mit Abgaben von 1 Prozent die größten Verlierer.