Marktberichte

Nach Bernanke ist vor Yellen Wall Street geht ins Plus

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(Foto: AP)

Nach einem unentschlossenen Start beenden Dow und Co. den ersten Handelstag der Woche doch mit Aufschlägen. Allerdings bleibe der Markt bis zur Rede der neuen Fed-Chef Yellen vor dem Kongress vorsichtig, sagen Börsianer.

Vor der mit Spannung erwarteten Antrittsrede der neuen Fed-Chefin vor dem US-Kongress halten sich die Anleger in den USA zurück. "Der Markt hat es immer noch mit einer Reihe von Problemen zu tun. Man wird sehen müssen, ob 'blinder Optimismus' stärker ist als das fundamentale Umfeld", so IG-Analyst Alastair McCaig.

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Der Dow-Jones-Index der Standardwerte rückte um 0,1 Prozent auf 15.801 Punkte vor. Der breiter gefasste S&P-500 stieg 0,2 Prozent auf 1799 Zähler. Der Index der Technologiebörse Nasdaq verbesserte sich um 0,5 Prozent auf 4148 Punkte.14

Die Anleger rätseln indes, wie die US-Notenbank weiter macht. Nach zweimal in Folge schwächer als gedacht ausgefallenen Arbeitsmarktzahlen aus den USA gehe die Debatte weiter, ob die Fed an ihrer Tapering-Geschwindigkeit festhält, hieß es. "Die Aussagen stimmberechtiger Fed-Mitglieder legen nahe, dass der Markt kurzfristig von keiner Änderung ausgehen sollte", ergänzte ein Teilnehmer.

Daher werde mit Spannung auf die erste Anhörung der neuen US-Notenbankpräsidentin Janet Yellen vor dem Ausschuss für Finanzdienstleistungen des Repräsentantenhauses am Dienstag gewartet. Möglicherweise gibt sie im Rahmen des halbjährlichen Berichts zur Geldpolitik Hinweise auf das weitere Vorgehen der US-Notenbank, mutmaßten Teilnehmer.

Good news, bad news

Auf der Unternehmensseite sorgte Sprint für Gesprächsstoff. Die Pläne des US-Telekomkonzerns zur Übernahme des Rivalen T-Mobile US könnten an Bedenken des Regulierers dort scheitern. Sprint überprüfe erneut, ob das Vorhaben angesichts der aufkommenden Kartellsorgen sinnvoll sei, sagten mit der Sache vertraute Personen. Barclays hat Sprint mit Equalweight gestartet und T-Mobile US auf Overweight erhöht. Die Sprint-Aktie verlor 4,1 Prozent, das Papier von T-Mobile US gab 1,1 Prozent ab.

Die Bilanzsaison in den USA neigt sich langsam dem Ende zu. Für die Aktien des Monopoly-Herstellers Hasbro ging es 4,5 Prozent nach oben, obwohl das Unternehmen bekanntgegeben hatte, dass der Gewinn von Oktober bis Dezember bei rund 130 Millionen Dollar stagnierte. Für 2014 äußerte sich das Unternehmen zuversichtlich.

Der Apple-Kurs zeigte sich 1,8 Prozent im Plus. Im Streit mit Großanleger Carl Icahn hat Apple Schützenhilfe vom wichtigsten Aktionärsberater der USA bekommen. Die Institutional Shareholder Services (ISS) lehnt die Forderung des umstrittenen Investors ab, Apple solle eigene Aktien im Wert von 50 Milliarden Dollar zurückkaufen. Am Freitag hatte die Bekanntgabe von massiven Aktien-Rückkäufen den Apple-Kurs noch sehr viel deutlicher gestützt.

Die Aktie von American Express gewann 1,5 Prozent. Die Analysten von Morgan Stanley haben die Titel zum Kauf empfohlen.

Yahoo will die lokalen Ergebnisse seiner Suchmaschine verbessern und setzt laut dem Wall Street Journal darum auf eine Zusammenarbeit mit Yelp. Aus Sicht der Anleger eine Win-Win-Situation - Yahoo-Aktien gewannen 1,4 Prozent, Yelp-Titel 1,9 Prozent.

Noch deutlicher fiel das Plus für die Papiere von AutoNavi mit 24 Prozent aus. Das chinesische Amazon-Pendant Alibaba übernimmt den Navigationsanbieter ganz und legt für die restlichen 72 Prozent der Aktien 1,45 Milliarden Dollar auf den Tisch.

Mit der Aktie von General Motors ging es dagegen 3,4 Prozent abwärts. Hier lasteten noch immer schwache Quartalszahlen von der vergangenen Woche.

Quelle: ntv.de, bad/DJ/rts

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