Auch das Paradies ist endlich.Bild 1 von 48 Gerade mal 20 bis 50 Jahre bleiben ihnen noch, den Inseln von Tuvalu.Bild 2 von 48 Dann wird der Zwergstaat vom Pazifischen Ozean verschluckt sein - der wohl erste Staat der Welt, der nicht durch Kriege, sondern infolge des Klimawandels untergeht.Bild 3 von 48 Bislang war das Leben auf den gerade mal 26 Quadratkilometer großen Inseln beschaulich.Bild 4 von 48 Abgeschieden vom Rest der Welt, liegen die vier Inseln und fünf Atolle im Pazifischen Ozean hingesprenkelt zwischen Hawai und Australien.Bild 5 von 48 Erst seit 2002 gibt es in dem viertkleinsten Staat der Welt überhaupt asphaltierte Straßen - acht Kilometer.Bild 6 von 48 Das Parlament besteht aus gerade 15 Mitgliedern (im Bild: Premierminister Maatia Toafa im Jahr 2005), ...Bild 7 von 48 ... eine Armee gibt es nicht, Staatsoberhaupt der ehemaligen britischen Kolonie ist immer noch Queen Elizabeth II.Bild 8 von 48 Höchstens 100 Touristen - und das meist offizielle Besucher der Regierung - verirren sich pro Jahr auf die entlegenen Inseln.Bild 9 von 48 Die meisten Bewohner leben von Fischfang und Landwirtschaft - wie einst ihre Vorfahren, die vor etwa 2000 Jahren die Inseln besiedelten.Bild 10 von 48 Jeder wird satt.Bild 11 von 48 "Die Tuvaluer wissen wie man das Leben genießen kann, ohne von Geld abhängig zu sein", meint der japanische Fotograf Shuuichi Endou, der seit Jahren regelmäßig die Inseln besucht.Bild 12 von 48 Bekannt wurde Tuvalu bislang vor allem dadurch, dass es die Internet-Adresse ".tv" zugewiesen bekam.Bild 13 von 48 Das Land verkaufte die begehrte Domain für 50 Millionen US-Dollar ...Bild 14 von 48 ... - und konnte sich dafür die Aufnahmegebühr für die Vereinten Nationen leisten.Bild 15 von 48 Wie lange es allerdings UN-Mitglied bleiben kann, ist höchst fraglich:Bild 16 von 48 Dem Klimarat der Vereinten Nationen (IPCC) zufolge könnte der Meeresspiegel bis zum Ende des 21. Jahrhunderts rund 60 Zentimeter ansteigen.Bild 17 von 48 Sollte es soweit kommen, würde dies das sichere Ende der Inselgruppe bedeuten.Bild 18 von 48 jpgBild 19 von 48 "Aus den langfristigen Messreihen kann man ablesen, dass der Meeresspiegel durchschnittlich fünf bis sechs Millimeter pro Jahr ansteigt", beklagt Tuvalus Klimaforscher Tauala Katea.Bild 20 von 48 Die höchste Erhebung der vier Inseln und fünf Atolle ist gerade mal fünf Meter hoch.Bild 21 von 48 Durchschnittlich liegen die Atolle, die vielfach kleine Lagunen einschließen, zwei Meter über dem Meeresspiegel.Bild 22 von 48 Schon jetzt sind etliche kleinere Inseln, auf denen man vor 20 Jahren noch zwischen Palmen spazieren gehen konnte, vom Meer überspült.Bild 23 von 48 Immer wieder müssen die Bewohner der Inseln mit Überschwemmungen und schweren Stürmen kämpfen.Bild 24 von 48 Das Land erodiert, Boden und Grundwasser versalzen, was gerade für tiefverwurzelte Pflanzen wie Kokosnüsse und die Wasserbrotwurzel Taro fatal ist.Bild 25 von 48 Der Anbau von Lebensmitteln wird zunehmend schwieriger.Bild 26 von 48 Für die Tuvaluer sind dies düstere Zukunftsaussichten.Bild 27 von 48 Rund 5000 sind bereits in den vergangenen Jahren emigriert.Bild 28 von 48 Gerade mal 12.000 leben noch auf den Inseln von Tuvalu.Bild 29 von 48 Sie fotografiert nun der Japaner Shuuichi Endou, der auch die Nichtregierungsorganisation "Tuvalu Overview" gegründet hat.Bild 30 von 48 Er will damit weltweit auf das Leben und die bedrohte Existenz der Tuvalu-Bevölkerung aufmerksam machen und dem Klimawandel ein Gesicht verschaffen.Bild 31 von 48 Bereits jetzt hat Endou mehr als 1000 Bewohner der Inseln Nukulaelae und Niuato fotografiert und deren Träume und Pläne protokolliert.Bild 32 von 48 "Tuvaluaner sind jeden Tag glücklich. ...Bild 33 von 48 ... Ich weiß nicht, ob wir jeden Tag glücklich sind. (Im Bild: Die Regierungschefs der pazifischen Inselstaaten im Oktober 2006) ...Bild 34 von 48 ... Es wäre fürchterlich, wenn Tuvalu im Meer versinken würde wegen des Kohlendioxid-Ausstoßes, den unser unglückliches wirtschaftliches Leben verursacht", beklagt der ehemalige Architekt, für den der Einsatz für die Inseln inzwischen zur Lebensaufgabe wurde.Bild 35 von 48 Indem er die Gesichter der Insulaner zeigt und ihre Geschichten erzählt, hofft er, die westliche Welt aufzurütteln ...Bild 36 von 48 ... und noch die Zukunft der Insulaner zu retten.Bild 37 von 48 Doch auch Endou weiß:Bild 38 von 48 Es ist ein Kampf gegen die Zeit.Bild 39 von 48 Die Regierung von Tuvalu richtete für ihre gesamte Bevölkerung im Jahre 2001 vorsorglich ein Asylbegehren an Neuseeland.Bild 40 von 48 Andere Pläne wie des aus Tuvalu stammenden Wissenschaftlers Don Kennedy sehen vor, die Bevölkerung geschlossen auf die Fidschi-Insel Kioa umzusiedeln.Bild 41 von 48 "Wenn die Kultur unseres Inselstaates weiterleben soll, müssen die 9000 Tuvaluer gemeinsam nach Kioa umziehen", so Kennedy.Bild 42 von 48 Die Kosten für einen solchen Umzug sollten die Industriestaaten als Verursacher der Klimaerwärmung übernehmen.Bild 43 von 48 Doch selbst wenn den Tuvaluern ein solcher Umzug gelingen würde, bleibt das Problem:Bild 44 von 48 Die Erde wird wärmer.Bild 45 von 48 Die Tuvalu-Inseln versinken im Meer.Bild 46 von 48 Und sie sind nicht die einzigen.Bild 47 von 48 Auch anderen Inselstaaten, Kirabati, den Marschall-Inseln, den Malediven, bleibt nicht mehr viel Zeit. (Text: Gudula Hörr)Bild 48 von 48