Frage & Antwort

Frage & Antwort, Nr. 298 Wieso verändert Helium die Stimme?

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Kinder sollten nie alleine mit Helium-Ballons spielen, denn Micky Maus nachzumachen, birgt durchaus Gefahren.

Warum bekommt man eine so hohe Stimme, wenn man Helium aus einem Ballon einatmet? (fragt Paul E. aus Konstanz)

Wir sind von Luft umgeben, die atmen wir ein, die atmen wir aus, und in ihr breitet sich der Ton aus, der Schall, den wir beim Sprechen in unserem Kehlkopf erzeugen. Luft besteht hauptsächlich aus Stickstoff (rund 78 Prozent) und Sauerstoff (gut 20 Prozent). In diesem Gasgemisch ist der Schall mit einer bestimmten Geschwindigkeit unterwegs, nämlich mit etwa 333 Metern in der Sekunde. Daraus folgt ein bestimmter Klang.

In Helium aber, womit die Jahrmarktsballons gefüllt sind, damit sie gen Himmel streben, ist die Schallgeschwindigkeit eine andere. Helium ist leichter als Luft. Der Schall breitet sich darin schneller aus, fast dreimal so schnell wie in Luft. Mit rund 970 Metern in der Sekunde ist er in Helium unterwegs. Höhere Geschwindigkeit bedeutet höhere Frequenz. Und das wiederum heißt: höherer Ton. Deswegen also klingt die menschliche Stimme höher, wenn sich in den Lungen ein Luft-Helium-Gemisch gebildet hat. Der Effekt hält an, bis das Helium die Lunge wieder verlassen hat und komplett ausgeatmet ist.

So lustig das Helium-Experiment auch ist: Es ist Vorsicht geboten. Wer Helium einatmet, führt dem Körper keinen Sauerstoff zu. Der aber ist lebenswichtig. Das Gas sollte deshalb nicht tief und nicht mehrfach hintereinander eingeatmet werden, sonst droht Bewusstlosigkeit. Ganz wichtig: Helium nie direkt aus der Gasflasche inhalieren! Von dort gelangt es mit derart hohem Druck in den Körper, dass die Situation schnell lebensbedrohlich werden kann. Sowohl dauerhafte Lungenschädigungen als auch eine Gehirnembolie mit schlaganfallähnlichen Symptomen können die Folge sein.

Quelle: n-tv.de

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