Wissen
Sonntag, 04. Oktober 2009

Fundsache, Nr. 721: "Bluehenge" in Südengland

Für Druiden gibt es nun eine neue Kultstätte: Archäologen entdecken ein "Mini-Stonehenge" aus Blausteinen - die Steine allerdings fehlen.

Stonehenge wurde in der Jungsteinzeit begründet.
Stonehenge wurde in der Jungsteinzeit begründet.(Foto: REUTERS)

Die prähistorische Stätte ist nur knapp zwei Kilometer von dem bekannten Steinkreis in Südengland entfernt. Die Experten der Universität Sheffield nannten die Stätte "Bluehenge", weil sie aus Blausteinen (Dolerit) bestand. Allerdings sind von dem Kreis nur noch Löcher übrig geblieben, in denen die 27 Steine einst standen. Die Wissenschaftler hatten die Stätte im Sommer entdeckt.

"Bluehenge" in der Nähe von Amesbury soll vor 5000 Jahren errichtet worden sein, etwa zur gleichen Zeit wie Stonenhenge. Es liegt am Ende einer "Avenue", die Stonehenge mit dem Fluss Avon verband. Die 27 Steine stammten, wie einige in Stonehenge, aus Preseli Hills in Wales, wie die Nachrichtenagentur PA berichtete. Der Finder, Professor Mike Parker Pearson von der Universität Sheffield, gehe davon aus, dass die Stätte mit Ritualen des Lebens und Todes zusammenhing.

Mehr Details über "Bluehenge" sollen im Februar veröffentlicht werden. Stonehenge gehört zum UNESCO-Weltkulturerbe und wird Jahr für Jahr von unzähligen Touristen aber auch - wegen seiner Mystik - von Druiden aufgesucht.

Quelle: n-tv.de