Fundsache

Fundsache, Nr. 1209 Neue Spinnenart heißt wie Hobbit-Schauspieler

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Frontalansicht der Spinne Ctenus monaghani.

(Foto: dpa)

Auf der Erde gibt es zehntausende, vielleicht sogar hunderttausende Spinnenarten. Jährlich kommen etwa 500 neue hinzu - und die müssen ja dann einen Namen bekommen. Eine in Laos neu entdeckte Spinne wird nun nach einem "Herr der Ringe"-Schauspieler benannt.

Für eine neu entdeckte Spinne in Laos hat das Senckenberg Forschungsinstitut einen  prominenten Namensgeber ausgewählt: den britischen Schauspieler Dominic Monaghan. Er ist dem Kinopublikum bekannt als Hobbit Meriadoc Brandybock aus "Der Herr der Ringe". Das Krabbeltier heißt nun offiziell Ctenus monaghani - und ehrt den Einsatz des Schauspielers für die Natur. Der in Berlin geborene Monaghan moderiert die BBC-Sendung "Wild Things".

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Der Herr der Spinne: Dominic Monaghan (l.) in einer Szene aus "Herr der Ringe".

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

Er habe in Laos "Spinnen eingesammelt, die sich bei einer späteren Untersuchung in Deutschland als neuartig erwiesen haben", sagte Peter Jäger vom Forschungsinstitut in Frankfurt. Sein Fund gehöre zur Gattung der Wanderspinnen und könne bis zu drei Zentimeter groß werden. "Die Spinne ist nachtaktiv, ungefährlich und durchstreift den Urwaldboden, um ihre Beute ohne Netz zu fangen", sagte der Experte.

Offiziell gibt es rund 44.000 Spinnenarten, Forscher gehen aber von der zehnfachen Menge aus. Jedes Jahr kommen weltweit etwa 500 neue Arten dazu. Die in Laos entdeckte Spinnen-Art ist in der Fachzeitschrift "Zootaxa" beschrieben.

Wer eine neue Spezies als erster beschreibt, darf ihr einen Namen geben, teilte die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung in Frankfurt mit. Die Zugehörigkeit zu einer Gattung ergebe sich zwingend aus den körperlichen Merkmalen des Tieres, der Artname - das zweite Wort des Namens - dagegen ist weitgehend frei wählbar.

Quelle: n-tv.de, dpa

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