Montag, 14. März 2016: Der Tag bei n-tv

Heute mit Benjamin Konietzny und Jürgen Wutschke

22:38 Uhr

Das war Montag, 14, März 2016

Der erste Tag der Woche ist nun beinahe vorbei. Im politischen Berlin galt es, nach den Landtagswahlen zunächst möglichst schonend die Wunden zu lecken. Doch aus dem Süden der Republik meldete sich schon wieder die Abteilung Attacke. Wir haben versucht, die Interpretationen und Deutungen der Wählervoten abzubilden.

Mit diesen Texten trafen wir Ihr Interesse - mit diesen Themen aber auch:

Kommen Sie gut durch die Nacht und bleiben Sie uns gewogen.

22:11 Uhr

Scorpions beginnen Deutschland-Tour

"Rock You Like A Hurricane" - nach einem Jahr mit ausverkauften Konzerten in den USA, Asien und Europa sind die Scorpions wieder in der Heimat unterwegs. In Stuttgart feierte Deutschlands erfolgreichster Hardrock-Export mit rund 10.000 Fans ihre "50th Anniversary World Tour" - eine Art Best of aus 50 Jahren Bandgeschichte vor poppig-bunter Doppelstockbühne. Klassiker wie "Still Loving You" oder "Big City Nights" fehlten ebenso wenig wie der Welthit "Wind Of Change" und neuere Songs wie "We Built This House".

Konzerte in München, Berlin oder Köln folgen. Laut Management haben die Scorpions mehr als 100 Millionen Tonträger verkauft und fast 5000 Konzerte gegeben.

21:50 Uhr

21 Bergleute in Venezuela entführt und getötet?

Seit zehn Tagen werden in Venezuela 21 Bergleute vermisst. Wie Generalstaatsanwältin Luisa Ortega mitteilte, wurden diverse Leichen im Nordosten des Landes nahe der Stadt Tumeremo gefunden. "Wir sind uns fast sicher, dass es die 21 Personen sind", sagte sie. Die Regierung vermutet, dass es einen Krieg zwischen Banden gibt, die die Goldminen der Region kontrollieren. Bewohner hatten berichtet, dass die Minenarbeiter am 4. März von bewaffneten Männern entführt worden seien. An der Suche nach den Verschwundenen waren auch über 1000 Soldaten beteiligt. Ein möglicher Täter wurde festgenommen, weitere Tatverdächtige würden noch gesucht, teilte Ortega mit.

21:31 Uhr

Comeback des Magdeburger OB in der SPD?

In Sachsen-Anhalt kämpft SPD-Fraktionschefin und Spitzenkandidatin Katrin Budde um ihre politische Zukunft. Lokalen Medien zufolge debattiert der Parteivorstand derzeit den Wahlausgang und die Konsequenzen. Zumindest eine weitere Amtszeit als Fraktionsvorsitzende wird ihr nach dem Wahldebakel der SPD nicht auf dem Silbertablett serviert: Finanzstaatssekretär Jörg Felgner hat laut MDR bereits seine Kandidatur angekündigt.

Die "Volksstimme" berichtet unter Berufung auf Parteikreise zudem, dass sich Stimmen mehrten, die eine Rückkehr des Magdeburger Oberbürgermeisters, Lutz Trümper, in die Partei befürworteten. Trümper hatte im Streit mit Budde um die Flüchtlingspolitik vor einigen Monaten die Partei verlassen. Nun zitiert ihn der MDR mit den Worten, er sei im Herzen immer Sozialdemokrat geblieben. Gleichzeitig fordert er einen Kurswechsel: Es könnten nicht unbegrenzt Flüchtlinge aufgenommen werden.

Update: Am Abend zog sich Budde von allen Ämtern zurück. Nähere Informationen finden Sie hier.

20:34 Uhr

Bis zu 4000 Pegida-Anhänger gehen in Dresden "spazieren"

Einen Tag nach den Erfolgen der AfD bei den Wahlen in drei Bundesländern haben sich in Dresden wieder mehrere Tausend Pegida-Anhänger zu ihrem sogenannten Stadtspaziergang versammelt. Zu den Rednern gehörten der Begründer der Bewegung, Lutz Bachmann, und die frühere AfD-Politikerin Tatjana Festerling. Beide gratulierten der AfD zu ihrem Erfolg. Zu Gegenprotesten versammelten sich ein paar hundert Demonstranten.

Die Kollegen der "Sächsischen Zeitung" haben in einem kleinen, feinen Live-Blog die Ereignisse in aller Kürze zusammengefasst. Alles irgendwie wie immer. Ich mag das nicht wiederkäuen.

20:18 Uhr

Deutsch-niederländische Marineübung in Warnemünde

Das Unterstützungs- und Versorgungsschiff "Karel Doorman" war bereits am Wochenende eingelaufen.
Das Unterstützungs- und Versorgungsschiff "Karel Doorman" war bereits am Wochenende eingelaufen.(Foto: dpa)

Derzeit trainieren die deutsche und die niederländische Marine in Rostock-Warnemünde. Dazu ist das niederländische Unterstützungs- und Versorgungsschiff "Karel Doorman" in Warnemünde eingelaufen. Das Programm umfasst einem Sprecher zufolge unter anderem ein Evakuierungs- und Boardingszenario, das an Land und auf hoher See stattfand. Bei der Evakuierungsübung fuhren drei geschützte Fahrzeuge des deutschen Seebataillons auf die gut 200 Meter lange "Karel Doorman", um dort Personen zu retten.

Die Übung sollte aufzeigen, wie Schiffe auf hoher See von der Marine kontrolliert werden. Mit der Zusammenarbeit beider Marinekommandos stünden neben dem Ausbau internationaler Beziehungen auch die Kosten im Vordergrund. So soll eine gemeinsame Nutzung der "Karel Doorman" Kosten sparen.

19:51 Uhr

Bericht: Milliardenklage gegen VW in Deutschland eingereicht

Auf den Autobauer Volkswagen kommt offenbar auch die erste Milliardenklage im Heimatmarkt zu. Wie "Süddeutsche Zeitung" sowie die Sender NDR und WDR berichten, haben beim Braunschweiger Landgericht 278 Aktionäre eine Sammelklage eingereicht. Wegen der Manipulation von Abgas-Werten bei Diesel-Fahrzeugen verklagen die Investoren den VW-Konzern demnach auf 3,255 Milliarden Euro.

Volkswagen hatte im September eingeräumt, weltweit in rund elf Millionen Dieselfahrzeugen eine Schummelsoftware eingesetzt zu haben, die Emissionstests manipuliert. Der Anwalt Andreas Tilp verlangt dem Bericht zufolge Schadenersatz für alle Mandanten, die ab Mitte 2008 VW-Aktien erworben hatten. Die Anteilseigner fordern demnach einen Ausgleich für die hohen Kursverluste.

19:21 Uhr

Asselborn: AfD gefährlicher als die NPD

Heftige Wort aus der EU: "Ich glaube, dass die AfD gefährlicher ist als die NPD", sagte der luxemburgische Außenminister Jean Asselborn in Brüssel. Dies habe damit zu tun, dass sie viel intelligenter auftrete, gleichzeitig aber extrem gefährliche Botschaften vermittele, die die Gesellschaft zerrissen. "Diese Partei fährt einen Kurs gegen die elementarste Menschlichkeit. Das ist eine Partei, die auf Egoismus setzt, auf Angst setzt."

18:57 Uhr

Litauen: Neue Flüchtlingsroute bei uns möglich

Litauische Grenzer.
Litauische Grenzer.(Foto: REUTERS)

Nach der Schließung der Balkanroute fürchtet Litauen, dass sich eine neue Route durch den Baltenstaat nach West- oder Nordeuropa bilden wird. Litauen könnte zu einem Transitkorridor mit Moldau, der Ukraine und Weißrussland oder Polen werden, sagte der Chef der Grenzschutzbehörde Renatas Pozela der Agentur BNS. Über den Baltenstaat würden die Migranten dann nach Schweden oder Finnland weiterziehen. Pozela zufolge sind bereits mehrere Migranten aus dem Nahen Osten an der litauischer EU-Außengrenze aufgegriffen worden. Mit Lettland und Polen seien daher Grenzkontrollübungen intensiviert worden. Nach Litauen kommen bislang kaum Flüchtlinge.

18:16 Uhr

Sexfilme erschüttern Georgiens Politik

Vor der Parlamentswahl in Georgien sorgt ein bei YouTube verbreitetes Video einer Oppositionspolitikerin beim außerehelichen Sex für Aufregung. Die prowestliche Oppositionspartei Freie Demokraten bestätigte, dass auf dem Video ein Parteimitglied zu sehen sei. Den Namen der Frau gab die Partei nicht preis. Es scheint sich aber um eine ehemalige Ministerin zu handeln.

Am Montag tauchte im Internet ein weiteres Video auf. Darauf sind mehrere Personen beim Sex zu sehen. Zugleich werden in dem Video gegen zwei Mitglieder des Regierungsbündnisses Georgischer Traum, einen Oppositionspolitiker und eine bekannte Journalistin Drohungen ausgestoßen.

Der georgische Präsident Giorgi Margwelaschwili sagte, der gesamte Regierungsapparat werde gegen das "Verbrechen" mobilisiert, das bald aufgeklärt sein werde. Regierungschef Giorgi Kwirikaschwilki verurteilte die Videos. Im Oktober wählt Georgien ein neues Parlament.

17:35 Uhr

Ex-NBA-Star nimmt an Volksversammlung in Peking teil

Yao Ming zu Besuch beim Volk
Yao Ming zu Besuch beim Volk(Foto: dpa)

Und da sage noch einer, Politik sei langweilig. Selbst der frühere NBA-Star Yao Ming interessiert sich für die Organisation menschlichen Zusammenlebens in einem Staatengebilde. Zugegeben, dem 2,29-Meter-Mann springt die Begeisterung nicht unbedingt aus dem Gesicht. Aber sicher lauscht er nur interessiert den Ausführungen während der Konsultativkonferenz des chinesischen Volkes beim Nationalen Volkskongress.

Zeit für Interview war übrigens auch noch.
Zeit für Interview war übrigens auch noch.(Foto: REUTERS)

17:11 Uhr

Jerry Hall posiert mit ihrer neuen Großfamilie

Ex-Supermodel Jerry Hall lässt die Welt am Glück über ihre neuen Großfamilie teilhaben. Über Twitter verbreitete die 59-Jährige ein Hochzeitsfoto von sich mit Ehemann Rupert Murdoch - umgeben von insgesamt zehn Kindern.

Ihr 85-jähriger Mann hat sechs Kinder aus drei geschiedenen Ehen. Halls Kinder stammen aus der Beziehung mit Rolling-Stones-Frontmann Mick Jagger. "Meine schöne Familie!", schrieb sie.

Das Bild hatte der bekannte britische Fotograf David Bailey aufgenommen. Murdoch und Hall hatten Anfang März in London geheiratet.

17:00 Uhr
16:43 Uhr

"Top Gear" entsetzt Briten - Show sagt Sorry

Die Dreharbeiten für die neue Staffel der britischen Kult-Autoshow "Top Gear" sorgen in London für Furore. Ein Team um den neuen Ko-Moderator und Schauspieler Matt LeBlanc hatte in den Innenstadt Stunts nahe eines Kriegsdenkmals gefilmt. Viele Briten regierten empört, ein pensionierter Oberst sagte dem konservativen "Telegraph", er halte das Ganze für "unendlich respektlos".

Der neue Moderator der BBC-Sendung, Chris Evans, bat nun um Entschuldigung. "Ich habe die Bilder heute Morgen zum ersten Mal gesehen und empfand das selbe wie alle anderen", sagte er der BBC. "Wäre es meine Entscheidung, dann würde ich sagen, dass diese Szene nicht gezeigt werden sollte."

16:32 Uhr

Schleuser in Dresden zu Haftstrafe verurteilt

Er hat 81 Menschen von Ungarn nach Sachsen geschleust - eingepfercht in einem Kühllaster, nonstop. Dafür muss ein 34-jähriger Bulgare nun viereinhalb Jahre ins Gefängnis. Der Mann hatte in dem Prozess in Dresden die Tat gestanden. Die Flüchtlinge aus Afghanistan, dem Irak, Iran, Pakistan und Syrien konnten den Laster von innen nicht öffnen und draußen auch keine Notdurft verrichten. Einige litten an Atemnot.

Der Staatsanwalt hatte von lebensbedrohlichen Umständen gesprochen und sechs Jahre und zwei Monate Haft gefordert. Nach Ansicht der Behörde waren die Flüchtlinge nur haarscharf einer Katastrophe entgangen. Die Verteidigung hatte auf zwei Jahre und neun Monate plädiert.

Hinter der Tat stehen mutmaßlich die gleichen Hintermänner wie im Fall der nur wenige Tage später in einem Kühllaster in Österreich entdeckten Leichen von 71 Flüchtlingen.

16:11 Uhr

Anklage im Fall Elias und Mohamed erhoben

Gut acht Monate nach dem gewaltsamen Tod der Kinder Elias und Mohamed Anklage hat die Staatsanwaltschaft Anklage wegen Mordes erhoben. Eine Sprecherin des Landgerichts Potsdam bestätigte den Eingang der Anklageschrift. Wann der Prozess gegen den Tatverdächtigen beginnt, ist noch unklar.

Silvio S. war Ende Oktober gefasst worden. Er hatte daraufhin gestanden, den vierjährigen Flüchtlingsjungen Mohamed aus Berlin entführt und getötet zu haben. Er habe ihn missbraucht und später mit einem Gürtel erdrosselt, sagte er den Ermittlern. Die Leiche des Kindes wurde in einer Wanne im Auto des Mannes gefunden. Später gab er auch die Tötung des sechsjährigen Elias aus Potsdam zu, ohne Einzelheiten zu nennen. Die Polizei fand die Leiche des Jungen daraufhin in einem Schrebergarten in Luckenwalde südlich von Berlin.

15:42 Uhr

Blogger muss 17 Jahre Schadenersatz an Staatschef zahlen

Ein Blogger muss Singapurs Regierungschef Lee Hsien Loong 17 Jahre lang Schadensersatz zahlen. Der 34-jährige Roy Ngerng hatte über umstrittene Geldtransfers zwischen Regierungsfonds unter Lees Aufsicht gebloggt und dies mit korrupten Machenschaften bei einer Sekte verglichen. 

  • Das Gericht gab der Verleumdungsklage von Lee statt und verurteilte Ngerng zu 150.000 Singapur-Dollar (fast 100.000 Euro) Schadensersatz. Nun einigten sich beide Parteien auf einen Zahlplan über 17 Jahre, wie die Anwälte mitteilten.
  • Singapurs Politiker haben sich schon oft mit Verleumdungsklagen gegen Kritiker gewehrt. In der Regel gewinnen sie. "Der Justiz in Singapur fehlt es an Unabhängigkeit und sie verhängt systematisch Urteile zum Vorteil der Regierung", urteilte das amerikanische Institut Freedom House mit Schwerpunkt Freiheit und Demokratie im vergangenen Jahr.
15:06 Uhr

Jedes dritte Kind in Syrien kennt nur den Krieg

(Foto: REUTERS)

Jedes dritte syrische Kind kennt nach Angaben der Vereinten Nationen nur ein Leben im Krieg und auf der Flucht.

  • Seit Beginn des Bürgerkriegs vor fünf Jahren wurden etwa 3,7 Millionen syrische Mädchen und Jungen geboren, hieß es in einem Bericht des UN-Kinderhilfswerks Unicef. Dies sei etwa ein Drittel aller syrischen Kinder. Mehr als 151.000 von ihnen seien als Flüchtling in einem der Nachbarländer Syriens zur Welt gekommen und hätten ihre Heimat noch nie gesehen.
  • "Millionen syrische Mädchen und Jungen unter fünf Jahren kennen nichts als Krieg und Flucht", sagte der Geschäftsführer von Unicef Deutschland, Christian Schneider. "Krasse Gewalt gegenüber Kindern ist an der Tagesordnung. Dazu gehören Bombenattacken und gezielte Angriffe von Heckenschützen genauso wie die Rekrutierung von Kindern."
14:44 Uhr

Zug in Kansas entgleist

Bei einem Zugunglück im US-Bundesstaat Kansas sind etwa 20 Menschen verletzt worden. Niemand schwebe in Lebensgefahr, teilte das Bahnunternehmen Amtrak mit. Demnach entgleiste der Zug von Los Angeles nach Chicago kurz nach Mitternacht rund 30 Kilometer westlich von Dodge City. An Bord waren 128 Passagiere und 14 Crewmitglieder. Fünf Waggons seien umgestürzt, erklärte die Autobahnpolizei von Kansas.

14:26 Uhr

Riesiger Pottwal auf Bali angespült

(Foto: AP)

Ein mehr als 16 Meter langer Pottwal ist auf der bei Touristen beliebten indonesischen Insel Bali am Strand angespült worden.

  • Fischer fanden das tote Säugetier, wie Lokalmedien berichteten. Die Nachricht verbreitete sich über soziale Medien schnell und innerhalb weniger Stunden waren viele Schaulustige an dem Strand von Klungklung im Osten der Insel. Die Behörden konnten den Kadaver zunächst nicht bergen.
  • Ob der Pottwal tot angespült wurde oder im seichten Wasser verendete, war unklar. Pottwale sind nach Einschätzung der Weltnaturschutzunion (IUCN) gefährdet. Die Jagd auf sie ist seit mehr als 30 Jahren verboten.
14:04 Uhr

Warschau: Smolensk war russischer "Terrorakt"

Bei dem Absturz kamen 96 Menschen ums Leben.
Bei dem Absturz kamen 96 Menschen ums Leben.(Foto: Reuters)

Knapp sechs Jahre nach dem Absturz des polnischen Präsidentenflugzeugs im russischen Smolensk hat die Regierung in Warschau Spekulationen über einen Anschlag befeuert.

  • Polens damaliger Staatschef Lech Kaczynski und die übrigen 95 Insassen seien Opfer von russischem "Terrorismus" geworden, sagte Verteidigungsminister Antoni Macierewicz. Ziel sei es gewesen, Polen die Führung wegzunehmen, "die unsere Nation in Richtung Unabhängigkeit führte".
  • Polen habe den Preis für seine Forderung zahlen müssen, das Massaker von Katyn als Völkermord einzustufen, sagte Macierewicz laut Medienberichten. In dem Ort nahe Smolensk waren im Zweiten Weltkrieg mehrere tausend polnische Offiziere von der sowjetischen Geheimpolizei ermordet worden.
  • Die russische Regierung wies die Anschuldigungen als haltlos zurück.
13:52 Uhr

In diesem Dorf fährt der Bus einmal im Jahr

Nur einmal im Jahr kommt ein Bus nach La Torre d'Oristà. Er ist das einzige öffentliche Verkehrsmittel, das die 250-Seelen-Gemeinde im Nordosten Spaniens mit den umliegenden Dörfern verbindet. Aber kein Fahrgast steigt ein oder aus.

  • "So geht das schon seit vielen Jahren", berichtete der Busfahrer Miquel Palacios der Zeitung "El Periódico". "Wenn es keine täglichen Busverbindungen gibt, nehmen die Leute andere Verkehrsmittel." Der Bus kommt jeweils am ersten Montag im März in das etwa 90 Kilometer nördlich von Barcelona gelegene Dorf.
  • Das zuständige Busunternehmen erhalte die Verbindung nur aufrecht, um die Konzession für die Route nicht zu verlieren, berichtete das Blatt, eine Woche nach der Fahrt 2016. Es wolle die Lizenz behalten für den Fall, dass in der Gegend einmal ein Großkonzern investiere.
  • "Da der Bus nur einmal im Jahr kommt, könnten die Dorfbewohner ihn eigentlich mit einer Musikkapelle empfangen und das Ereignis mit einem Volksfest feiern", witzelte die Zeitung. "Aber die Leute haben sich in ihr Schicksal gefügt und niemand wartet an der Haltestelle. Der Bus kommt leer an und fährt leer wieder weg."

 

13:40 Uhr

Mutmaßlicher IS-Terrorist bricht Schweigen

Der mutmaßliche IS-Terrorist Kerim Marc B. hat vor Gericht sein Schweigen gebrochen und von seiner schweren Kindheit in Nordrhein-Westfalen berichtet.

  • Er habe als Kind mehrfach kurz davor gestanden, sich umzubringen, sagte der Angeklagte am Düsseldorfer Oberlandesgericht in einer von seiner Verteidigerin verlesenen Erklärung aus.
  • Er habe mit seinen Eltern nie über Gefühle sprechen können. Der Islam habe ihm in dieser Situation Halt gegeben. Der Gang zur Moschee sei eine Rebellion gegen sein Elternhaus gewesen. Nach Syrien sei er "eher aus einem Abenteuer heraus gegangen". Er habe vor allem vor den Belastungen in Deutschland fliehen wollen.
  • Der 23-Jährige sitzt wegen Mitgliedschaft in der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) auf der Anklagebank. Dafür drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft.
13:19 Uhr

Dieter Zetsche ist Top-Verdiener im Dax

Dieter Zetsche
Dieter Zetsche(Foto: picture alliance / dpa)

Das Rekordergebnis von Daimler schlägt sich auch auf dem Lohnzettel des Firmenchefs Dieter Zetsche nieder. Einer Studie der Management-Beratung Willis Towers Watson zufolge verdiente er im vergangenen Jahr 9,68 Millionen Euro - 16 Prozent mehr als im Vorjahr.

Auf Platz zwei der Top-Verdiener rangiert den Angaben zufolge Karl-Ludwig Kley von Merck mit 7,74 Millionen Euro, gefolgt vom Siemens-Vorstandsvorsitzenden Joe Kaeser mit 6,43 Millionen Euro. Den größten Sprung machte Rice Powell, Chef des Dialyse-Konzerns Fresenius Medical Care (FMC). Sein Gehalt verdoppelte sich der Studie zufolge auf 5,4 Millionen Euro.

13:08 Uhr

Kampfjet aus Emiraten über Jemen abgestürzt

Das von den Vereinigten Arabischen Emiraten vermisste Kampfjet ist über dem Jemen abgestürzt.

  • Die zwei Piloten der Maschine seien bei dem Unfall, der auf einen "technischen Fehler" zurückzuführen sei, getötet worden, berichtete der arabische Nachrichtenkanal Al-Arabija. Einzelheiten, wo und wann das Flugzeug abstürzte, nannte der Sender nicht.
  • Sicherheitskreise in der südlichen Hafenstadt Aden berichteten dagegen, der Jet sei am Montagmorgen im Westen der Stadt zu Boden gegangen. Demnach sei er gegen einen Berg geflogen, als er im Tiefflug mutmaßliche Dschihadisten des Terrornetzwerkes Al-Kaida angriff.
12:47 Uhr

Moskau: Türkei setzt Bodentruppen in Syrien ein

Russland hat nach eigenen Angaben Hinweise darauf, dass die Türkei in Syrien Bodentruppen einsetzt.

  • Außenminister Sergej Lawrow sprach in einem Interview von einer "schleichenden Expansion". Die Türkei habe erklärt, sie habe das souveräne Recht, einige Sicherheitszonen auf syrischem Staatsgebiet zu schaffen, sagte Lawrow im russischen Fernsehsender Ren-TV.
  • "Unseren Informationen zufolge haben sie sich bereits mehrere hundert Meter hinter der syrischen Grenze festgesetzt", sagte der Minister, "eine Art schleichende Expansion."
12:39 Uhr

Anders Breivik wieder vor Gericht - als Kläger

(Foto: picture alliance / dpa)

Vor gut viereinhalb Jahren hat Anders Breivik 77 Menschen getötet. Nun muss er wieder vor Gericht - diesmal allerdings als Kläger.

  • Der inzwischen 37-jährige islamfeindliche Rechtsextremist klagt gegen den Staat, um bessere Haftbedingungen zu erreichen. Bis Freitag soll im Gefängnis von Skien rund hundert Kilometer südwestlich von Oslo über die Klage entschieden werden.
  • Breiviks Isolationshaft wirkt sich nach Angaben seines Rechtsbeistandes verheerend auf die "psychische Gesundheit" des verurteilten Massenmörders aus. Konkret klagt Breivik wegen "unmenschlicher und entwürdigender" Behandlung. Er kritisiert auch die Einschränkung seiner postalischen Kontakte - eine Maßnahme, die von den Behörden als nötig erachtet wird, um die Bildung eines extremistischen Netzwerks zu verhindern.
12:10 Uhr
11:44 Uhr

Volksverhetzung: Lutz Bachmann muss vor Gericht

Lutz Bachmann
Lutz Bachmann(Foto: imago/Robert Michael)

Pegida-Chef Lutz Bachmann muss sich vom 19. April an wegen des Verdachts der Volksverhetzung vor Gericht verantworten.

  • Für den Prozess hat das Dresdner Amtsgericht drei Verhandlungstage bis zum 10. Mai geplant.
  • Die Staatsanwaltschaft wirft dem Gründer des fremden- und islamfeindlichen Bündnisses Volksverhetzung im Zusammenhang mit Facebook-Kommentaren vor, in denen er Ausländer als "Viehzeug", "Gelumpe" und "Dreckspack" bezeichnet haben soll.
  • Gegen den 43-Jährigen liegen mehrere Anzeigen wegen Volksverhetzung oder Aufrufs zu Straftaten vor.
11:24 Uhr

Ehestreit auf Autobahn endet tödlich

(Foto: imago/STPP)

Ein tragisches Ende hat in Italien ein Ehestreit im Auto genommen: Nachdem ein Mann seine Frau an der Autobahn zwischen Genua und dem Aostatal nachts ausgesetzt hatte, wurde die 37-jährige von einem Fahrzeug erfasst und überfahren. Das Ehepaar war auf dem Weg nach Hause, als sich ein heftiger Streit entzündete, wie die Zeitung "La Stampa" berichtete.

  • Daraufhin warf der 47-jährige Italiener seine Frau auf der A26 aus dem Auto. Diese setzte ihren Weg zu Fuß etwa 20 Kilometer entlang der Autobahn fort. In einer Kurve wurde sie von dem Auto eines 67-jährigen Fahrers erfasst.
  • Der Ehemann war inzwischen zu Hause angekommen, hatte aber im Auto übernachtet. Als er die Nachricht vom Tod seiner Frau am Morgen von der Polizei erhielt, drohte er sich umzubringen.
11:06 Uhr

Ex-SS-Sanitäter erscheint erneut nicht zum Prozess

(Foto: picture alliance / dpa)

Ein der Beihilfe zum Mord im KZ Auschwitz angeklagter ehemaliger SS-Mann ist auch im zweiten Anlauf nicht zu seinem Prozess in Neubrandenburg (Mecklenburg-Vorpommern) erschienen.

  • Eine Amtsärztin habe den 95-Jährigen am Morgen für verhandlungsunfähig erklärt, sagte der Vorsitzende Richter. Die Kammer zog sich zur Beratung zurück. Es werde überlegt, ob der Prozess ausgesetzt werde, um den Angeklagten umfassend untersuchen zu lassen, erklärte der Richter.
  • Die Staatsanwaltschaft wirft dem Mann Beihilfe zum Mord in mindestens 3681 Fällen vor. Als SS-Sanitäter soll er von Mitte August 1944 an einen Monat im KZ Auschwitz-Birkenau stationiert gewesen sein. In der Zeit seien dort 14 Deportationszüge mit Häftlingen angekommen. Von diesen seien mindestens 3681 Menschen in Gaskammern umgebracht worden.
10:51 Uhr

Russisch-europäische Sonde in Baikonur gestartet

(Foto: REUTERS)

 

Auf der Suche nach Spuren von Leben auf dem Mars haben die Europäische Raumfahrtagentur Esa und ihr russischer Partner Roskosmos gemeinsam eine Sonde ins All geschossen.

  • Die Proton-M-Rakete hob planmäßig vom russischen Kosmodrom Baikonur in Kasachstan ab. Damit geben Esa und Roskosmos den Startschuss für ihr mehrere Milliarden Euro teures Projekt ExoMars. Die Proton bringt einen Forschungssatelliten und ein Testlandemodul ins All.
  • Mitte Oktober sollen die Instrumente nach siebenmonatigem Flug den Roten Planeten erreichen. In einer zweiten Etappe soll voraussichtlich 2018 ein Rover zum Nachbarplaneten der Erde starten.

Mehr zu der Mission lesen Sie hier.

10:43 Uhr

Für Bahnkunden kommt bei Verspätung ein Taxi

Bahn-Reisende, die wegen Zugausfalls oder einer Verspätung ein anderes Verkehrsmittel nutzen müssen, können auch künftig in ein Taxi umsteigen. Der Deutsche Taxi- und Mietwagenverband (BZP) und die Deutsche Bahn schlossen einen entsprechenden Vertrag für die kommenden drei Jahre, wie der BZP mitteilte.

  • Ausschlaggebend für die Vergabe sei unter anderem gewesen, dass der Verband mit seinen angeschlossenen Taxizentralen und -unternehmen "flächendeckend und rund um die Uhr an jedem Bahnhof Deutschlands" Taxidienstleistungen übernehmen könne, hieß es.
  • Kunden der Bahn können ein Taxi nutzen, wenn der Zug zwischen 0 und 5 Uhr ankommen würde und eine Verspätung von mindestens 60 Minuten zu erwarten ist. Auch wenn der letzte Zug des Tages ausfällt und der Zielbahnhof nicht bis 00.00 Uhr erreicht werden kann, erstattet die Bahn die Kosten für ein anderes Verkehrsmittel in Höhe von bis zu 80 Euro.
10:17 Uhr

Spaltet die AfD Deutschland?

Umfrage
Umfrage: Spaltet die AfD Deutschland?

Spaltet die AfD Deutschland?

 

09:56 Uhr

Türkische Luftwaffe bombardiert Kurden-Stellungen

(Foto: picture alliance / dpa)

Nach dem blutigen Anschlag im Zentrum von Ankara hat die türkische Luftwaffe Stellungen der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) im Nordirak angegriffen.

  • Elf Kampfjets seien unter anderem im Kandil-Gebirge im Einsatz gewesen, teilte die Armee mit. Es seien Verstecke und Waffenlager bombardiert worden. Das Kandil-Gebirge gilt als Rückzugsgebiet von PKK-Kämpfern.
  • In Ankara war am Sonntag an einer Bushaltestelle nahe dem Kizilay-Platz eine Autobombe explodiert. Nach jüngsten Regierungsangaben wurden 37 Menschen getötet, darunter ein Attentäter, sowie mehr als 120 weitere Menschen verletzt. Es handelte sich um den dritten Anschlag im Zentrum Ankaras binnen fünf Monaten.

Mehr zu dem Anschlag lesen Sie hier.

09:41 Uhr

Drei palästinensische Attentäter in Hebron getötet

Ein Palästinenser rammte mit einem Auto ein Militärfahrzeug. Er wurde erschossen.
Ein Palästinenser rammte mit einem Auto ein Militärfahrzeug. Er wurde erschossen.(Foto: REUTERS)

Drei palästinensische Attentäter sind bei Anschlägen in Hebron im südlichen Westjordanland getötet worden.

  • Zwei Palästinenser hätten an einer Bushaltestelle an der Einfahrt zu der israelischen Siedlung Kiriat Arba das Feuer auf Passanten eröffnet, teilte eine Armeesprecherin mit. In der Gegend stationierte Sicherheitskräfte hätten die Angreifer erschossen. 
  • Kurz darauf habe ein Palästinenser sein Auto in ein Militärfahrzeug gerammt. Auch er sei erschossen worden. Vier Soldaten seien verletzt worden.
  • Bei einer Gewaltwelle sind seit Anfang Oktober 29 Israelis, mehrere Ausländer und rund 200 Palästinenser getötet worden. Die meisten Palästinenser kamen bei ihren eigenen Anschlägen ums Leben.
09:24 Uhr

Deutschsprachige Ortsschilder in Dänemark gefordert

Der Konflikt um zweisprachige deutsch-dänische Ortsschilder in Nordschleswig schwelt weiter. Für Hinrich Jürgensen, Sprachrohr der deutschen Minderheit in Dänemark, wären die deutschsprachigen Schreibweisen Zusätze "Symbol für Toleranz und Offenheit".

  • Seit der dänische Transportminister Hans Christian Schmidt Anfang März angekündigt hatte, die Kommunen sollten selbst bestimmen, ob sie auch deutsche Schilder aufstellen wollen, hat die Diskussion zu den Ortsschildern in Dänemark wieder an Fahrt aufgenommen.
  • Bereits im Frühjahr 2015 war es zu heftigen Protesten gekommen, als Bürgermeister Hans Peter Geil das erste zweisprachige Ortsschild auf dänischer Seite in Hadersleben aufstellen ließ. Unbekannte rissen es nach knapp zwei Wochen aus dem Boden.
09:20 Uhr

Dax klettert auf über 10.000 Punkte

Chart

Der Deutsche Aktienindex Dax hat die Aufholjagd der vergangenen Woche fortgesetzt. Am Morgen kletterte Leitindex an der Börse in Frankfurt am Main erstmals seit Anfang des Jahres wieder über die Marke von 10.000 Punkten und notierte zeitweise bei 10.039 Punkten. Am Freitag hatte der Dax nach den Geldspritzen der Europäischen Zentralbank um ganze 3,5 Prozent zugelegt.

Hier erfahren Sie mehr.

09:16 Uhr
08:49 Uhr

Nordkorea droht, Manhattan einzuäschern

Bild eines Atomwaffentests im Jahr 1956.
Bild eines Atomwaffentests im Jahr 1956.

Weiterhin zeigt die nordkoreanische Führung großes Interesse daran, de Westen zu provozieren. Nun hat Pjöngjang verlauten lassen, es könne das Herz New Yorks, Manhattan, mit einer Wasserstoffbombe in Schutt und Asche legen.

  • "Unsere Wasserstoffbombe ist viel stärker als die Bombe, die die Sowjetunion entwickelt hatte", heißt es in einer Mitteilung der Kommunistischen Partei Nordkoreas. "Wenn diese Bombe auf eine Interkontinentalrakete montiert würde und auf Manhattan gesteuert, könnte sie alle Menschen dort sofort töten."
  • Die Detonation der sowjetischen Bombe, mit der das nordkoreanische Modell verglichen wird, ließ noch in 1000 Kilometern Entfernung Fensterscheiben platzen und verursachte Verbrennungen dritten Grades in 100 Kilometern Entfernung, berichtet die "Washington Post".
  • Experten zweifeln weiterhin daran, ob Nordkorea tatsächlich in der Lage ist Atomwaffen mit Raketen ins Ziel zu lenken.
08:35 Uhr

Deutsche unter Opfern in Elfenbeinküste

Sicherheitskräfte am Strand nach der Attacke
Sicherheitskräfte am Strand nach der Attacke(Foto: REUTERS)

Bei dem blutigen Anschlag auf ein Hotel in Elfenbeinküste ist offenbar auch eine Frau aus Deutschland umgekommen. Ein Ableger von Al-Kaida hat sich zu dem Anschlag mit 16 Toten bekannt.

Hier lesen Sie mehr.

08:28 Uhr

Regenfälle in Pakistan töten 49 Menschen

In Pakistan regnet es derzeit extrem stark. 49 Menschen sind infolge der Niederschläge ums Leben gekommen. 80 Menschen seien verletzt worden, meldete die Katastrophenschutzbehörde NDMA. Die meisten Menschen seien gestorben, als ihre Häuser über ihnen zusammenbrachen, sagte NDMA-Sprecher Ahmad Kamal. Die Meteorologische Behörde des Landes erwartet weitere schwere Regenfälle in vielen Landesteilen.

08:11 Uhr

Arabische Emirate vermissen Kampfjet

Kampfjet F-16 der Luftstreitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate.
Kampfjet F-16 der Luftstreitkräfte der Vereinigten Arabischen Emirate.(Foto: REUTERS)

Die Vereinigten Arabischen Emirate haben einen im Jemen eingesetzten Kampfjet als vermisst gemeldet.

  • Das Flugzeug sei "in der von Saudi-Arabien geführten arabischen Koalition" eingesetzt gewesen, berichtete die Nachrichtenagentur WAM. Die Militärallianz kämpft im Jemen an der Seite der Regierung gegen vom Iran unterstützte Rebellen.
  • Im Jemen kämpfen die Truppen des sunnitischen Präsidenten Abd Rabbo Mansur Hadi gegen schiitische Huthi-Rebellen und deren Verbündete sowie gegen die Dschihadistenmiliz Islamischer Staat. Die regierungstreuen Kämpfer werden durch die von Riad angeführte Militärallianz unterstützt.
07:47 Uhr

IS-Top-Kommandeur Al-Schischani "klinisch tot"

Omar Al-Schischani
Omar Al-Schischani(Foto: twitter.com/IraqiSuryani1)

Der hochrangige IS-Kommandeur Omar Al-Schischani ("Der rote Tschetschene") ist nach Angaben der Syrischen Beobachtungsstelle für Menschenrechte seit mehreren Tagen klinisch tot.

  • "Al-Schischani ist nicht in der Lage, allein zu atmen und ist auf Maschinen angewiesen", sagte Rami Abdul Rahman, der Leiter der Beobachtungsstelle, dem Nachrichtenportal "Gulf News".
  • Al-Schischani wurde kürzlich bei einem Luftangriff der US-geführten Koalition gegen den IS schwer verletzt und wird den Angaben zufolge seither in einer Klinik in Rakka behandelt.
07:33 Uhr

Nördlichste Bohrinsel der Welt nimmt Betrieb auf

Die Förderplattform Goliat auf dem Weg zu ihrem Bestimmungsort.
Die Förderplattform Goliat auf dem Weg zu ihrem Bestimmungsort.(Foto: ENI)

Der italienische Ölkonzern Eni hat die nördlichste Ölplattform der Welt in Betrieb genommen. Goliat liegt in der Barentssee, rund 80 Kilometer von der Nordküste Norwegens entfernt.

  • Ein Eni-Sprecher sagte am Sonntag, der Konzern habe nach der endgültigen Freigabe durch die norwegischen Behörden am Samstagabend mit der Ölförderung begonnen.
  • Eni hat bislang rund 6 Milliarden Dollar in Goliat investiert. Der Konzern wird angesichts des massiven Ölpreisverfalls, der auf die Margen drückt, Schwierigkeiten haben, die Bohrinsel profitabel zu machen. Mehrere Analysten haben den Break-Even für Goliat bei einem Ölpreis von mehr als 100 Dollar pro Barrel verortet.
  • In einer Stellungnahme von Eni hieß es, dass in dem Ölfeld in der Barentssee Reserven von rund 180 Millionen Barrel Öl vermutet werden. Der tägliche Ausstoß sollte 100.000 Barrel betragen.
07:15 Uhr

Das Wetter mit Björn Alexander

n-tv Meteorologe Björn Alexander
n-tv Meteorologe Björn Alexander

Heute geht es verbreitet mit leichtem Frost oder Bodenfrost los. Zudem wabert vor allem in Teilen Norddeutschlands zum Teil dichter Nebel. Und der kann sich auch am Vormittag mitunter noch recht zäh halten. Auch im übrigen Land sind zunächst noch häufiger Wolkenfelder unterwegs. Später wird es aber allgemein schöner. Am meisten Sonne wird es im im Westen und Süden geben. Dort sind heute 7 bis 10 Sonnenstunden drin. In der Nordosthälfte sind es oft 1 bis 5 sonnige Betriebsstunden. Es bleibt aber so oder so trocken. Die Temperaturen erreichen zwischen 4 Grad im Erzgebirge und 12 Grad am Rhein.

06:58 Uhr

Kölner Abiturienten sorgen für Polizei-Dauereinsatz

An vielen Gymnasien in Nordrhein-Westfalen hat die Mottowoche begonnen - die Abiturienten feiern ihre letzte Schulwoche. In Köln ist eine Party aus dem Ruder gelaufen.

  • Bis zu 20 Mal musste die Polizei nach eigenen Angaben ausrücken. Das Spektrum der Straftaten sei groß gewesen: Abbrennen von Pyrotechnik, Körperverletzungen, Vandalismus. Dabei seien Schulen etwa mit Eiern und Toilettenpapier beworfen worden.
  • Nachdem vergangene Woche etwa 60 junge Leute einige Polizisten angegriffen hatten, verschärfte die Polizei in der Nacht die Sicherheitskontrollen.
06:46 Uhr

Acht Arbeiter in Bank erstickt

Ein tragischer Unfall hat sich in der thailändischen Hauptstadt Bangkok ereignet. Dort sind acht Arbeiter im Keller einer Bank ums Leben gekommen.

  • Nach Angaben der SCB-Bank arbeiteten die Männer an der Brandschutzanlage, als sich plötzlich giftige Dämpfe entwickelten. Die Männer sind demnach erstickt.
  • In den sozialen Netzwerken kursierte zunächst das Gerücht, es sei eine Bombe explodiert. Das dementierte die Bank.
06:27 Uhr

Steinmeier mahnt Syrer vor Friedensgesprächen

Heute sollen neue Friedensgespräche um den Syrien-Krieg beginnen. Vor deren Beginn hat Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier das Regime von Machthaber Baschar al-Assad und die Opposition zu "ernsthaften Verhandlungen" aufgefordert.

  • Auch nach mehr als zwei Wochen Feuerpause sei die Lage in Syrien "höchst fragil", sagte Steinmeier. "Alles hängt am seidenen Faden. Die Lage kann jederzeit wieder explodieren."
  • Nach fast genau fünf Jahren Bürgerkrieg in Syrien sollen heute in Genf erneut Verhandlungen über ein Ende des blutigen Konflikts beginnen.
  • Steinmeier ermahnte die syrische Regierung und die Opposition, "nicht nur pro forma nach Genf zu kommen, sondern zügig ernsthafte Verhandlungen aufzunehmen". Zugleich müsse auch die internationale Gemeinschaft aktiv bleiben. "Ohne massiven Druck auf die Verhandlungsparteien, allen voran Moskaus und Teherans auf das Assad-Regime, wird das nicht gehen."
06:10 Uhr

Das wird heute wichtig

Ein historischer Wahlsonntag liegt hinter uns, heute versuchen wir, die Ereignisse einzuordnen. Die rechte AfD erobert zahlreiche Mandate in den Länderparlamenten. Mein Name ist Benjamin Konietzny, ich wünsche Ihnen einen guten Morgen.

Außerdem stehen auf der Agenda:

  • In Genf werden die Friedensgespräche um den syrischen Bürgerkrieg wieder aufgenommen.
  • Die IT- und Computermesse CeBIT eröffnet in Hannover.
  • Trotz der Spannungen zwischen dem Westen und Russland schicken ESA und Roskosmos gemeinsam eine Sonde zum Mars. Um 10.31 Uhr soll die Trägerrakete in Baikonur abheben.

Haben Sie Fragen, Anregungen oder Kritik? Schreiben Sie mir - bei Twitter oder per Mail an

benjamin.konietzny (at) nama.de

05:54 Uhr