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Nürnberg-Fan, Sohn und Ehemann einer Pfarrerin: Christoph von Seggern.
Nürnberg-Fan, Sohn und Ehemann einer Pfarrerin: Christoph von Seggern.

Ältester Telefonjoker bei Jauch: 101-Jähriger sichert Missionarssohn den Sieg

Von Nina Jerzy

"Oh, ein Beifall! Hab ich den verdient?" Und wie. Hans von Seggern ist mit 101 Jahren der älteste Telefonjoker, der je bei "Wer wird Millionär?" zum Einsatz kam. Und der Ex-Pfarrer bringt seinem Missionarssohn richtig Glück.

"Das weiß der." Bei "Wer wird Millionär?" ging es um immerhin schon 125.000 Euro, doch Missionar Christoph von Seggern zeigte unerschütterliches Vertrauen in seinen Telefonjoker. Günther Jauch war es mehr als recht. "Wir haben uns schon den ganzen Abend darauf gefreut, dass wir Sie anrufen", begrüßte der Moderator den Vater seines Kandidaten, Hans von Seggern. Der ist nämlich mit 101 Jahren der älteste Telefonjoker in 17 Jahren "Wer wird Millionär?". Der ehemalige Pfarrer wurde deshalb schon beim Abnehmen vom Publikum mit Applaus empfangen. Die Vorschusslorbeeren waren ausgesprochen gerechtfertigt.

Das war Wer wird Millionär

Der Doppelgänger des Missionars:

Christoph von Seggern hat fast einen WWM-Doppelgänger: Bei Jauch war schon mal ein evangelischer Geistlicher aus Bayern in einer Doppelfolge zu Gast. Pastor Alfred Mignon (60) spielte sich am 6. Mai 2011 wie von Seggern bis zur 500.000-Euro-Frage durch und ging schließlich mit 125.000 Euro nach Hause. Der Geistliche verschenkte den Großteil seines Gewinns, unter anderem an eine notleidende Familie mit sieben Kindern.

Eigentlich die perfekte Frage für einen Polizisten:

Wer ist nur wenige Zentimeter groß und treibt auch hierzulande sein Unwesen? A) Gemeiner Strauchdieb, B) Garten-Schlitzohr, C) Echter Bauernfänger, D) Gewöhnlicher Spitzbube. Polizeischüler Benjamin Baum passte bei der 64.000-Euro-Frage. Richtig wäre A) gewesen: Der Gemeine Strauchdieb ist eine Raubfliegenart.

E-Book? Nein, IBuK:

Wer ist im Kabinett Merkel der oder die "IBuK"? Korrekte Antwort: Ursula von der Leyen. Die Abkürzung steht für "Inhaberin der Befehls- und Kommandogewalt".

Der Kandidat aus Pforzheim hatte sich diesen wertvollen Joker für den Schluss aufbewahrt. Beim zweimaligen Vorlesen von Frage und möglichen Antworten ließ sich der evangelische Pfarrer ("Ich sag' immer, ich bin Missionar – weil das so verrufen ist das Wort") derart viel Zeit, dass nur sieben Sekunden übrig blieben. Völlig ausreichend für den Vater.  Nach dessen Ansicht hatte Automobilbauer Charles Rolls 1910 als erster Mensch in einem Flugzeug den Ärmelkanal nonstop hin und zurück überquert. "Danke schön! Ich glaube Dir!", gab der Sohn knapp zurück und loggte die Antwort ein.

"Du kannst alles machen - außer Pfarrer"

"Ich glaube und hoffe und bete, dass das stimmt", schob der Pfarrer, der von Nordbayern Partnerschaften mit Tansania, Papua Neuguinea, Brasilien, Liberia pflegt, dann doch noch hinterher. Tat es und der Fan des 1. FC Nürnberg applaudierte mit dem Publikum seinem Vater aus der Ferne. Bei der anschließenden 500.000-Euro-Frage allerdings bekam der 50-Jährige ein wenig Flugkühe und Flughunde sowie Laufschlangen mit Luftschlangen durcheinander und stieg lieber aus. Der Pfarrerssohn ist übrigens Ehemann UND Kind einer Pfarrerin. Sohn Fabian meinte dazu im Publikum: "Die Eltern haben gesagt: Du kannst alles machen - außer Pfarrer."

Mit 125.000 Euro war von Seggern der große Gewinner der "Wer wird Millionär?"-Doppelfolge am Montagabend. Nach ihm kam Ingenieur Stefan Marggraff. Der 24-Jährige hat Kindheit und Jugend in Namibia verbracht und lebt erst seit einem halben Jahr in Deutschland. Mit etwas mehr Biss und Selbstvertrauen hätte er es weit bringen können. Trotz des richtigen Riechers stieg Marggraff aber mit 16.000 Euro aus.

Dieser Polizist gibt zurück

Der dritte und letzte Kandidat des Abends bleibt weniger durch sein Ergebnis von 32.000 Euro, sondern vor allem dank der damit verbundenen Geste in Erinnerung. Eine Dame im Publikum verhalf dem angehenden Polizisten Benjamin Baum zur richtigen Antwort, dass nämlich der im September erschienene Roman "Trigger Mortis" nichts mit Scarlett O'Hara oder Moby Dick, wohl aber mit James Bond zu tun hat. "Wenn es stimmt, dann verdoppel ich auf jeden Fall", versprach der 27-jährige Berliner. Die Zuschauerin ist somit jetzt um 1.000 Euro reicher. Und der 101-jährige Telefonjoker Hans von Seggern dürfte von seinem Sohn auch ein hübsches Dankeschön bekommen.

Tragen Sie sich vielleicht schon seit längerem mit dem Gedanken, mal bei "Wer wird Millionär?" mitzumachen? Dann wäre jetzt eine gute Gelegenheit. Im Mai feiert die Show nämlich ihre 1250. Ausgabe. Dafür werden 200 potenzielle Kandidaten gesucht. Denn beim großen "Jubiläums-Special" hat jeder Zuschauer im Studio per Los die Chance, um die Million zu spielen. Je kreativer die Bewerbung, desto besser sind die Aussichten, es ins Publikum zu schaffen. Erzählen Sie einfach, was Sie zum perfekten Kandidaten macht – vielleicht in Form eines witzigen Videos oder mit einem selbst komponierten Lied. Bewerbungen bitte bis 10. April unter RTL.de oder auf dem Postweg an WWM Bewerbung, Postfach 32 04 52, 50798 Köln.

Quelle: n-tv.de

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