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Ein Bild aus glücklicheren Tagen:  Barbara und Boris Becker im September 1998.
Ein Bild aus glücklicheren Tagen: Barbara und Boris Becker im September 1998.(Foto: picture-alliance / dpa/dpaweb)

"Sie hat wie wild um sich geschlagen": Boris Becker enthüllt sein "Waterloo"

Für Boris Becker war es offenbar die "schlimmste und unwürdigste Situation" seines Lebens. In der Zeit seiner Scheidung von Ehefrau Barbara soll es zu Handgreiflichkeiten gekommen sein. Dies zumindest behauptet der Ex-Tennisstar nun in seinem Buch.

Der Verlag kündigte es schon an: In seinem Buch "Das Leben ist kein Spiel" spreche Ex-Tennisstar Boris Becker erstmals über den "Scheidungskrimi mit Barbara". Und tatsächlich nimmt das einstige Tennis-Wunderkind in dem Werk kein Blatt vor den Mund.

So erzählt Becker, wie die Monate der Trennung von Barbara zu der "schwierigsten und dunkelsten Zeit" seines Lebens wurden. Nicht nur sei seine Ehe mit Barbara nach der Affäre in London am Ende gewesen, schreibt Becker in dem Buch, das in Kürze erscheint und das die "Bild"-Zeitung bereits in Teilen abdruckt. Vielmehr musste er noch einen Steuerprozess durchstehen und "das ganze Drama um seine gerade geborene Tochter Anna Ermakowa".

Anna Ermakowa ist die Tochter von Boris Becker und Angela Ermakowa. Einer Legende zufolge wurde sie in einer Besenkammer gezeugt. Schon vor vier Jahren enthüllte Becker allerdings in der "Bild"-Zeitung, dass es "auf einer Treppe" passierte, "zwischen zwei Toiletten".

"Barbara vollkommen außer sich"

In dieser dunklen Scheidungsphase entschied sich Boris Becker, nach Miami zu fliegen, wohin Barbara mit ihren beiden Söhnen gezogen war. "Das war - für uns als Paar und für mich als Mensch - das absolute Waterloo", schreibt er über das Treffen.

Er und Barbara hätten auf der Terrasse ihres Hauses gesessen und sich gestritten: über Geld, über Anwälte. Dabei lief dann offenbar einiges aus dem Ruder. "In meinem Erinnerungsprotokoll steht: Barbara vollkommen außer sich!", schreibt Boris Becker. "Sie brüllte mich an, sprang plötzlich auf und fing an, mich wie von Sinnen zu schlagen". Ihr Sohn Noah habe sich dann zwischen ihn und Barbara gedrängt, so Becker weiter. "Ich nahm irgendwann die Hände hinter den Rücken, und sie hat getreten und wie wild um sich geschlagen".

Es sei der "Horror" gewesen, schreibt Becker, "letztlich die wohl schlimmste und unwürdigste Situation meines Lebens". Anschließend sei er nur noch rückwärts, mit auf dem Rücken verschränkten Händen, zur Haustür gegangen. "Ich wollte nur noch weg", so Becker. Unter Aufbringung all seiner psychischen Kraft habe er es schließlich geschafft, die Wohnung zu verlassen.

Danach habe immerhin Klarheit geherrscht, so schreibt Becker: "Es gibt kein Zurück mehr. Das war das traurige Ende unserer Ehe."

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Quelle: n-tv.de

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