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Pop-Legende David Bowie hielt seine Krankheit bewusst geheim.
Pop-Legende David Bowie hielt seine Krankheit bewusst geheim.(Foto: dpa)

"Wie ein Löwe gekämpft": Bowie kollabierte bei "Lazarus"-Premiere

Sein Tod kam für die meisten überraschend - auch, weil David Bowie erst vor Kurzem sein fulminantes Comeback gefeiert hat. Einer seiner Weggefährten, der Regisseur Ivo van Hove, enthüllt nun aber, wie sehr der Sänger tatsächlich unter seiner Krankheit litt.

Nach dem Tod von Poplegende David Bowie werden immer mehr Details über seinen Kampf gegen den Leberkrebs und die letzten Wochen seines Lebens bekannt. Der Kultmusiker habe "noch auf dem Sterbebett wie ein Löwe" gearbeitet, sagte der belgische Theaterregisseur Ivo van Hove jetzt in einem Interview mit dem Radiosender NPO Radio 4. Er wusste als einer der wenigen von der Krankheit des Sängers. Beide hatten Anfang Dezember erstmals das Bowie-Musical "Lazarus" in New York vorgestellt.

Fans trauern in New York um David Bowie.
Fans trauern in New York um David Bowie.(Foto: picture alliance / dpa)

Schon bei der Premiere sei es dem Sänger laut van Hove sehr schlecht gegangen - dennoch habe er sie nicht absagen wollen, um die Fans nicht zu enttäuschen. "Danach schrieben die Zeitungen, er habe so gut und gesund ausgesehen", so der Regisseur. "Aber hinter der Bühne brach er zusammen. Da wusste ich, dass ich ihn wahrscheinlich zum letzten Mal gesehen habe." Laut van Hove lebte Bowie nur noch für seine beiden letzten Projekte - das Musical und sein Album "Blackstar" - sowie für seine Frau und Familie.

"Ich habe einen Mann gesehen, der gekämpft hat", sagte der Belgier. "Er kämpfte wie ein Löwe und arbeitete trotz allem auch wie einer. Ich hatte unglaublichen Respekt davor." Bowie war am Sonntag nur zwei Tage nach seinem 69. Geburtstag gestorben. Zahlreiche Weggefährten, Freunde und Musiker reagierten mit Bestürzung auf den Tod des Musikers.

Fans wollen David-Bowie-Straße in Berlin

Derweil wollen Fans in Berlin jetzt sogar eine Straße nach Bowie benennen. In den 70er Jahren hatte er in der Hauptstraße im Stadtteil Schöneberg gelebt. "Hauptstraßen gibt es viele in Berlin, aber noch keine David-Bowie-Straße", heißt es in einer entsprechenden Online-Petition auf der Plattform change.org. Bisher haben 1600 Menschen unterzeichnet.  

Der zuständige Bezirksstadtrat von Tempelhof-Schöneberg, Daniel Krüger, sagte, grundsätzlich sei eine solche Namensgebung nicht auszuschließen. Es gebe aber in Berlin ein Straßengesetz, das sage: Eine Straße dürfe erst fünf Jahre nach dem Tod eines Menschen nach der Person benannt werden. Bowie hatte in Berlin unter anderem sein Album "Heroes" aufgenommen. In Berlin erinnerten Menschen mit Blumen, Bildern und Kerzen vor seinem früherem Wohnort an den Künstler.

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Quelle: n-tv.de

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