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Hat - anders als die Deutschen - Humor: Christoph Waltz.
Hat - anders als die Deutschen - Humor: Christoph Waltz.(Foto: Reuters)

"Djesus Uncrossed": Christoph Waltz sorgt für Wirbel

Dass er schwarzen Humor hat, hat Christoph Waltz in den Filmen von Quentin Tarantino bewiesen. Doch ist er nun zu weit gegangen? Im US-Fernsehen präsentiert er einen Fake-Trailer zu einem neuen Racheepos: "Djesus Uncrossed".

Die Comedy-Show "Saturday Night Live" ist in den USA Kult. Seit 1975 läuft sie ohne Unterbrechung - jede Woche mit einem anderen Gastgeber. Mit Christoph Waltz hatte nun erstmals ein deutschsprachiger Künstler die Ehre, durch das Programm zu führen. Und der Oscar-Gewinner nutzte die Chance, einen ganz und gar bleibenden Eindruck zu hinterlassen.

"Ich bin kein Deutscher, ich bin Österreicher. Und wir Österreicher haben einen wunderbaren Sinn für Humor. Die Deutschen nicht so", schärfte er den TV-Zuschauern ein und lieferte zur Untermauerung der Aussage mehrere Kostproben. So widmete er sich etwa in einem aufgezeichneten Sketch dem scheidenden Papst. In dem Einspielfilm gab Waltz Benedikt XVI. mit Rentnersorgen: überfällige Rechnungen und reißende Einkaufstüten. Aber Gott sei Dank, so die Quintessenz des wie ein Werbespot angelegten Films, gebe es ja die spezielle Finanzanlage für ausscheidende Päpste.

Mit der Parodie eines Kinotrailers packte Waltz noch einen drauf. Nach "Inglourious Basterds" und "Django Unchained" komme nun die ultimative Rachefantasie auf die Leinwand, gaukelte der authentisch wirkende Spot vor: "Djesus Uncrossed". In dem Streifen gingen der von Waltz dargestellte Jesus und seine Jünger auf gnadenlose Römerjagd - mit Schwert, Baseballschlägern und Maschinengewehren."Djesus" predige in dem Film "alles, nur nicht Vergebung". Auch Brad Pitt als Petrus und Samuel L. Jackson als Judas sind in dem Sketch - scheinbar - zu sehen. Tatsächlich handelt es sich um Doubles der berühmten Schauspielkollegen des Österreichers.

Erwartungsgemäß stößt Christoph Waltz mit dieser Sorte Humor auf ein geteiltes Echo. In manchen Internet-Foren und -Kommentarspalten wird heiß darüber diskutiert, ob der Schauspieler mit der Jesus-Parodie womöglich zu weit gegangen sei. Was indes Regisseur Quentin Tarantino von der Idee mit "Djesus Uncrossed" hält, wurde nicht bekannt.

Waltz erhielt 2010 den Oscar für seine Darstellung eines SS-Mannes in Tarantinos "Inglourious Basterds". Auch bei den kommenden Academy Awards ist er für seine Rolle in dem ebenfalls von Tarantino gedrehten Streifen "Django Unchained" nominiert.

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Quelle: n-tv.de

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