Unterhaltung

Des Hobbits falscher Name: Deutsche Literaten sind entsetzt

Der britische Autor J.R.R. Tolkien wäre wohl nicht einverstanden: Im deutschen Titel des zweiten Teils der Hobbit-Trilogie gibt es einen grammatikalischen Fehler. Literaten schlagen Alarm und belehren das verantwortliche Filmstudio Warner Bros.

In wessen Einöde?
In wessen Einöde?(Foto: picture alliance / dpa)

Julian Eilmann ist Lehrer für Deutsch und Geschichte. Er ist zudem im Vorstand der Deutschen Tolkien-Gesellschaft, ein Literatenverein, der sich ausschließlich um das Werk des englischen Professors und Autors J.R.R. Tolkien befasst. In einem offenen Brief an den Hollywood-Konzern Warner Bros. prangert Eilmann nun den Namen des zweiten Hobbit-Teils von Peter Jackson an.

"Der Hobbit: Die Einöde von Smaug" soll der deutsche Titel lauten. Das Problem: Der Fall stimmt nicht, es müsste "Die Einöde des Smaug" heißen. Smaug ist ein Lebewesen, kein Ort - und damit ist der Genitiv fällig.

Das Vorstandsmitglied sieht einen "gravierenden grammatikalischen Fehler", der korrigiert werden sollte. Alternativ schlägt er "Smaugs Einöde" als Filmtitel vor.

Der Lehrer aus Aachen kommt in dem Schreiben nicht umhin, seinen Bildungsauftrag auch beim Hollywoodstudio erfüllen zu wollen: "Dass Ihre Titelversion falsch ist, finden Sie heraus, wenn sie einen Artikel einfügen, denn dann lautet Ihr Titel 'Die Einöde von dem Smaug'!", erklärt er. Zwar könnten mündlich oder umgangssprachlich Formulierungen wie "Das Auto vom Vater" gewählt werden, was "in der Schriftsprache NICHT geht!"

Die sprachliche Nähe zum Originaltitel "The Desolation of Smaug" sieht Eilmann als Tolkien-Experte ebenfalls kritisch. "Der Einsame Berg" oder "Feuer und Wasser" seien wesentlich bessere Namen für den zweiten Teil der Hobbit-Geschichte.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

Video-Empfehlungen
Empfehlungen