Unterhaltung
Fiona spielt ein Drama an der Wasserstelle.
Fiona spielt ein Drama an der Wasserstelle.

Porno-Patrick muss gehen: Fiona wird zu Fisch-Pudding

Von Thomas E. Schmitt

Schnulzeninterpret Patrick Nuo hat im Dschungelcamp ausgeträllert. Seine Fans versagen dem letzten echten Mann in Australien die Anrufe. Derweil hat Fiona Erdmann eine der für sie schwierigsten Prüfungen zu überstehen: Sie muss sich saubermachen.

Tageswertung

Held:
Olivia Jones, weil sie Fiona Erdmann abspült

Nervensäge:
Joey Heindle mit seiner unterirdischen Performance

Most sexy:
Claudelle Deckert, sie hat Normalgewicht

Bester Spruch:
Olivia Jones mit "Ich habe eine Klitoris wie eine Bratwurst"

Höchster Wahrheitsgehalt:
Fiona Erdmann im Weiher mit "Ich esse lieber einen Kamel-Penis, als da nochmal reinzugehen"

Zurzeit Favorit:
Olivia Jones

Härteste Konkurrenz:
Fiona Erdmann

Total unauffällig:
Patrick Nuo

Rausgeflogen:
Patrick Nuo

Ja, Sack Zement: Porno-Patrick muss sich verflüssigen. Die Zuschauer des Dschungelcamps sind des Schnulzenjodlers überdrüssig. Vielleicht gönnen sie ihm auch einfach die Rückkehr in sein heimisches Videozimmer, wo alle seine cinematografischen Schätzchen lagern, mit denen er sich laut eigener Beichte zeitweise täglich 25 Stunden beschäftigt hat. Böse Zungen behaupten, er könne nur aufgrund des Gestöhnes in den Streifen deren Titel nennen. Im Grunde auch was für "Wetten, dass…?".

Der Abschied von Bachelor-Verführerin Georgina Fleur ist so spektakulär wie eine Dauerwelle bei einem Friseur in Essen-Borbeck. Ein paar klitzekleine Umarmungen, ein Marsch über die Brücke - und im nächsten Augenblick badet die rothaarige Nixe mit einer unbekannten blonden Frau in einem Wärmebecken. Erst jetzt erkennt der Profi: Georginas Zeit war abgelaufen. Sie hatte in sieben Prüfungen alles gezeigt, was man als 22-Jährige so zeigen kann. Für das Finale hingegen braucht es Esprit und Intellekt, das ist nicht einfach so im knappen blauen Zweiteiler gemacht. Schön war es trotzdem mit ihr.

DSDS-Dummbatz Joey Heindle wird von Transen-Königin Olivia in ein Gegenstück verwandelt. Mit bizarr geschminkten rosa Lippen, einem pinken Federschmuck im Haar und den Qualitätsaugenbrauen einer Daniela Katzenberger, steht die Flitzpiepe schließlich am Rand des Camp-Campus und grölt irgendein unterirdisches, mit Recht vergessenes Musical-Liedchen. Die Qualität seiner Darbietung lässt selbst den geübten Fußballfan erschaudern. Das Gejaule ist schlimmer als alles, was man in den Nordkurven der Republik so aufnehmen kann. Und sei es von einem dicken, total dichten Fan, der kaum noch sprechen kann und dem das Bier schon aus den Ohren schäumt. Wie, fragt sich der geneigte Zuschauer, konnte es diese Fehlzündung in die Top-10 bei DSDS schaffen? Muss irgendein technisches Problem mit der Telefonumfrage gewesen sein.

Schön in die Grütze

Brechbohne Fiona Erdmann und Soap-Sülzerin Claudelle Deckert sind unterdessen zur Prüfung einberufen. Der geneigte Zuschauer hofft bei einer nach drei chinesischen Glutamat-Töpfen riechenden 5-Minuten-Terrine, nein, er betet förmlich, dass die beiden so richtig eingeglibbert werden. Die Dusch-Frequenz ist in den letzten Sendungen rapide gesunken. Und ein bisschen was soll es ja auch noch zu sehen geben. Die Erlösung kommt in Form eines großen Bottichs, gefüllt mit stinkenden Fischabfällen. Was die Franzosen stolz wie Oskar als Bouillabaisse in teuren Edel-Dosen ins KaDeWe stellen, reicht in Australien gerade mal für eine widerliche Ekel-Prüfung.

"Mullemaus" und das Deckertchen müssen im Team arbeiten, um an fünf Sterne zu kommen. Fiona muss Fragen beantworten. Für die richtigen Antworten bekommt Claudelle mehr Zeit für die Sternsuche zwischen allerlei unangenehmen Viechern. Der Haken: Hat Fiona nur falschen Kram auf der Zunge, flutscht sie wie ein alternder Clown auf der Kirmes von einer Planke direkt in die Brühe. Und das passiert dann auch ganz oft - gefühlt 2000 Mal. Zu Fionas Leidwesen weiß sie nämlich eigentlich gar nichts. Oder zumindest nicht viel. Sie verbringt jedenfalls mehr Zeit in dem Glitsch als an der frischen Luft.

Mit Brad Pitt und seiner Götterfreundin kennt sie sich noch halbwegs aus. Die Themen Al Pacino und Clint Eastwood sind dann schon eher eine karge Notstandszone. Und Inge Meysel? Ja, genau, wer war denn das nochmal? Die Frau vom Hausmeister? Diese Meckertante aus der Lindenstraße? Eine Vogelstimmenimitatorin? "War die Moderatorin?", fragt Fiona in die Weite des Dschungels, um anschließend mit ihrem Mager-Körper tief in die hellbraune Grütze zu plumpsen. Unterdessen fegt Claudelle über den staubigen Urwaldboden und sucht die Essensmarken. Am Ende findet sie nur drei. Einen muss sie einer dicken Krabbe vom Popo puhlen.

Das Abputzen der Fiona-Ganzkörperschleimmaske gerät zur hysterischen One-Woman-Show. Der Urwald-Tümpel müsste zwar gefühlte 46 Grad haben, erscheint dem Erdmännchen aber wie ein Angelloch in der Antarktis. Sie kreischt die Palmen zusammen angesichts des Wassers. Da wird glatt die Milch in den umliegenden Kokosnüssen sauer, den Mehlwürmern wird ganz schwindelig. Fionas Anblick ist aber auch verstörend: Sie ist dünn geworden wie die Haarnadel für eine Barbie-Puppe. Fast meint die geschockte RTL-Meute, ihr Herz liegt frei und könnte problemlos gepierct werden. Wer genau hinsieht, kann durch ihre Beine hindurch die Kakerlaken grüßen sehen. Campmutti Olivia schließlich fasst sich ein Herz und spült die Dünne ab. Als die Reeperbahn-Transe Wasser vorne in Brechbohnes gepunktetes Höschen kippt, entfährt es ihr geschockt: "Eine Intimrasur wäre auch mal wieder nicht schlecht." Bevor Sie jetzt Bettel-Mails schreiben: Nein, Fotos gibt es nicht davon.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

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