Unterhaltung
Georgina in der Kloake - das geht in die Hose.
Georgina in der Kloake - das geht in die Hose.

Aus Helmut wird der dicke Klaus: Georgina verflennt das Futter

Von Thomas E. Schmitt

Was für ein Tag im Dschungelcamp! Ausgehungert warten die Kandidaten auf was Leckeres - doch Bachelor-Küsserin Georgina heult lieber, anstatt nach den Sternen zu greifen. Das ist auch schlecht für Helmut Bergers Kreislauf. Er mutiert völlig überraschend zu einem dicken Klaus.

Manche Sachen rächen sich. Da kann man noch so viel Haut und Busen und Brust und Schenkel zeigen. Für Georgina, die mit vollem Namen Fleur Georgina Bülowius heißt und eine Berufsausbildung als "Papas Prinzessin" hat, ist es die Teilnahme beim "Bachelor". Dort muss sie die Zuschauer so sehr genervt haben, dass diese die erste Möglichkeit genutzt haben, der Rothaarigen eins auszuwischen. Mit einer Dschungelprüfung.

Tageswertung

Held:
Die Schlangen, die Georgina ertragen mussten
 

Nervensäge:
Iris Klein, weil sie so neidisch ist auf schlanke Frauen
 

Most sexy:
Georgina Fleur halbnackt am Dschungeltelefon
 

Bester Spruch:
Olivia Jones: "Kotzen vor der Kamera ist grenzwertig"
 

Höchster Wahrheitsgehalt:
Helmut Berger über die Prüfungen: "Das muss ein ganz kranker Mensch sein, dem das einfällt"
 

Zurzeit Favorit:
Olivia Jones
 

Härteste Konkurrenz:
Fiona Erdmann
 

Total unauffällig:
Patrick Nuo, Claudelle Deckert
 

Nächste Dschungelprüfung:
Silva Gonzales und Georgina Fleur

Das gute Stück heißt "Dschungelkloake". Nanu, wundert sich die 22-Jährige, was könnte das denn sein? Und während der TV-Glotzer schon leise in seine Chips kichert, schwant der Heidelbergerin erst langsam, was da auf sie zukommt, als sie  von den Moderatoren zur Ableistung der Daseins-Strafe empfangen wird. Bei dem Wort "Spinnen" huscht ein bisschen Entsetzen über ihr Gesicht. Bei dem Wort "Schlangen" fangen ihre Mundwinkel an zu zucken. Und bei dem Wort "Ratten" schließlich flennt die Frau, die auf die Frage, wo sie wohnt, gerne "Zuhause" auf Fragebögen schreibt.

Frau Bülowius packt es – auch dank der sanften Worte des noch sanfteren Dr. Bob – zunächst an. Sie klettert in einen Schacht, von dem einige Rohre abgehen. Darin soll sie Sterne suchen. So weit, so schwer. Während die Kamera versucht, möglichst unvorteilhafte Aufnahmen von ihrer verrutschten Bikinihose zu machen, organisiert die Prinzessin zunächst an einigen Schlangen vorbei zwei Essensmarken. Dann aber verlässt sie der Mut. Das Wasser macht ihr zu viel Angst. Und tatsächlich: Es steht ihr schon in den Kniekehlen. Wie unfair, wie niederträchtig ist das denn?! Sie bricht ab.

Im Lager muss sie beichten. Niemand glaubt zunächst, dass es am abendlichen Lagerfeuer tatsächlich nichts zu kauen gibt. Doch als die Wahrheit sich Bahn bricht, wächst das Camp-Gemeckere zu etwas aus, das man im Internet "Shitstorm" nennt. Böse Beleidigungen von allen Seiten, harte Kritik, Verleumdungen. Georginas Mitbewohner sind nicht gerade zimperlich. Von einer "Null" ist da die Rede. Und dass sie wohl" einen goldenen Löffel im Arsch hat". Georgina bleibt einfach bei der Wahrheit: "Ich hatte so Angst vor dem Wasser!" Ja, das kann man doch verstehen, verdammt!

Das vorerst letzte Bild von Helmut Berger, Weltstar.
Das vorerst letzte Bild von Helmut Berger, Weltstar.

Narziss Berger hat derweil ebenfalls sowas wie eine Psycho-Krise. Schlaff und bleich wie ein alter Genscher-Pullunder  hängt er hustend im Lager herum. Und macht sich Sorgen, dass er selbst mal zu einer Dschungelprüfung muss. Das, was davon erzählt würde, sei "schockierend", so der 68-Jährige. Das Camp hätte er zudem am Meer erwartet. Quasi mit einer leichten Salzwasserbrise, feinem Sterne-Essen und ein paar nackten Elfen. Fairerweise muss dazu gesagt werden: Es ist ganz schön heiß im Camp – bis zu 50 Grad. Da kann sich das eine oder andere Trugbild entwickeln. Als Dr. Bob den Mimen zur Gesundheitsuntersuchung in eine Plastik-Praxis schleppt, ahnt der Zuschauer nichts Gutes. Auch das trauernde Klavier spricht eine klare Sprache: Berger muss abbrechen. Zu gefährlich für den Kreislauf. "Wir sehen uns in Singapur", orakelt Berger. Vermutlich in einer Oben-ohne-Bar.

Da könnte der dicke Klaus von "Klaus & Klaus" gerade herkommen. Er wird als Ersatzmann völlig  überraschend ins Camp geschleift. Und was machen die Bewohner? Sie stimmen seinen Hit "An der Nordseeküste – ramm – pamm – pamm – pamm" an. Das wird ihn aber freuen, hat er bestimmt lange nicht gehört. Ob ihm die durchgeschwitzte Pritsche von Helmut B. gefällt, wird er in Kürze erzählen. Draußen hat er mit Sicherheit die alte Geschichte erzählt bekommen, wie Berger mal in seine weiße Anzughose gemacht hat – groß! Viel Spaß beim Schlafen!

Besuch an der Kotz-Palme

Während Arno "Dagobert" Funke heitere Schwänke aus seinem Leben erzählt ("Ich hatte die Pistole schon an der Schläfe"), muss Hyper-Transe Olivia Jones weiterhin ihre Fähigkeiten als Krankenschwester ausbauen. Sie hat zwar nun den wegen seniler Pritschenflucht ständig umherschleichenden Helmut Berger vom Hals, dafür aber Hypochonder Joey Heindle in der Pflege. Böse Zungen behaupten, der gescheiterte DSDS-Knallfrosch habe vor allem ein Problem mit seinen Stimmbändern. Ist aber Quatsch. Er selbst weiß es besser: Es ist seine "schwache Schilddrüse", die "auch einen 19-Jährigen umkippen" lässt. Ob sein stinkfaules Organ auch dafür verantwortlich ist, dass es im Oberstübchen manchmal seltsame Geräusche gibt, ist momentan noch eine Vermutung. Symptome sind aber da. Die Flitzpiepe rätselt etwa darüber, ob er tatsächlich rund um die Uhr von Kameras beobachtet wird. Und wundert sich, dass das alles in Australien, nicht in einem Studio in Köln-Firlefanz aufgezeichnet wird. Wenn sich diese Wahn-Spirale weiterdreht, wird es wirklich eng für Schwester Olivia, die sich – ganz am Rande erwähnt – langsam wieder in einen Mann verwandelt. Oder besser gesagt: zu einem Mann zerfällt.

Die nächste Patientin steht übrigens schon bereit für die selbst ernannte "Multifunktionstranse". Es ist Fiona Erdmann.  Das Platz-4-Topmodel steckt sich offenbar gerne mal den Finger in den Hals, um sich an einer Palme zu erbrechen. Für sie scheint das etwas recht Normales zu sein. "Ein bisschen Kotzen tut gut", fasst sie das gerade Erlebte zusammen. Um dann noch die chemische Analyse zu machen: "Schmeckte nicht nur wie Wasser." Ah, ja. Erzfeindin und Katzenberger-Mutti  Iris Klein, die zweifelsohne voll mit Neid ist auf die schlanke Gestalt des Erdmännchens, lässt sich gleich zu folgendem Kommentar hinreißen: "Wäre das meine Tochter, hätte ich sie schon erschossen." Der Zuschauer pendelt bei diesem Satz zwischen Bangen und Hoffen – muss ihn aber zunächst mal so stehenlassen. Schließlich ist die Blödel-Blondine  mit dem dicken Vorbau und den miserabel tätowierten Augenbrauen gerade zu weit weg von Australien, als dass sich in dieser Richtung etwas tun könnte.

Bilderserie

Quelle: n-tv.de

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