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Beyonce und Jay-Z bei ihrem Rundgang durch Havanna, der viel Wirbel verursachte.
Beyonce und Jay-Z bei ihrem Rundgang durch Havanna, der viel Wirbel verursachte.(Foto: AP)

Öl ins politische Lagerfeuer: Jay-Zs Kuba-Song macht Ärger

Erst sorgt die Havanna-Reise von Jay-Z und Beyoncé für Ärger - US-Bürger dürfen wegen der Blockade nicht ohne Sondererlaubnis gar nicht nach Kuba; die Republikaner drängen auf eine Erklärung der Obama-Regierung. Ein Song von Jay-Z gießt nun Öl ins Feuer.

Der US-amerikanische Rap-Star Jay-Z hat mit seinem neuen Song "Open Letter" für politische Irritationen gesorgt. Der Ehemann von Sängerin Beyoncé Knowles singt darin über einen Kuba-Trip, den er und seine Frau anlässlich ihres fünften Hochzeitstags vergangene Woche angetreten hatten. Für die Reise nach Havanna habe es die Erlaubnis vom Weißen Haus gegeben, heißt es in dem Song.

Ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama dementierte den Wahrheitsgehalt der Textzeile: "Es ist ein Lied. Der Präsident hat mit Jay-Z nicht über diese Reise gesprochen".

Kein Reim "auf Finanzministerium"

US-Bürger dürfen grundsätzlich nicht ins kommunistische Kuba einreisen. Das Finanzministerium kann aber in bestimmten Fällen entsprechende Lizenzen verteilen: "Es reimt sich wahrscheinlich nichts auf Finanzministerium", scherzte der Obama-Sprecher.

Die Kuba-Reise von Beyoncé und Jay-Z hatte Kritik aus der Politik  geerntet. Zwei Abgeordnete der Republikanischen Partei wollten danach wissen, ob oder warum die US-Regierung dem Promi-Paar den Kuba-Ausflug gestattete. "Kubas Tourismusindustrie ist unter Staatskontrolle, dafür ausgegebene US-Dollar unterstützen deswegen direkt die Maschinerie, die das kubanische Volk brutal unterdrückt", schrieben die Abgeordneten Ileana Ros-Lehtinen und Mario Diaz-Balart aus Florida am Freitag an das Finanzministerium.

Jay-Z war im Wahlkampf auf mehreren Veranstaltungen gemeinsam mit dem US-Präsidenten aufgetreten. Obama dankte dem Rapper und Beyoncé auf einer Spenden-Gala für ihre Freundschaft.

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Quelle: n-tv.de

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