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"Ich bin eindeutig für Wulff": Kerkeling schießt gegen "Bild"

Zwar hat Hape Kerkeling einst die Figur des Schmieren-Journalisten Horst Schlämmer erfunden, doch für politische oder offen medienkritische Äußerungen ist er eigentlich eher nicht bekannt. Umso mehr wundern sich Netznutzer über einen dem Komiker zugeschriebenen Text, in dem die "Bild"-Zeitung scharf kritisiert wird.

meedia.de ist sich sicher: es war nicht Horst Schlämmer, der den Brandbrief auf Facebook geschrieben hat,  "es war Hape selbst".
meedia.de ist sich sicher: es war nicht Horst Schlämmer, der den Brandbrief auf Facebook geschrieben hat, "es war Hape selbst".(Foto: dapd)

Der Komiker Hape Kerkeling hat angeblich in einem Facebook-Beitrag scharfe Kritik an der "Bild"-Zeitung geübt und Bundespräsident Wulff in Schutz genommen. Die Frage, die sich im Zusammenhang mit der Affäre stelle, laute nicht: "Wulff oder ein Neuer? Sondern vielmehr:Wulff oder BILD? Wie soll Deutschland in Zukunft aussehen??? Ich bin eindeutig für Wulff!!".

Der Beitrag ist auf Facebook nicht öffentlich einsehbar, wurde aber von der Seite blu.fm weiter verbreitet. Auf der nicht offiziellen Facebook-Seite  "hape kerkeling und seine freunde" wird intensiv über den Beitrag diskutiert - auch, ob er überhaupt authentisch ist. Das Online-Magazin meedia.de behauptet allerdings kategorisch: "Es war Hape selbst."

Bild als "oberster Moralhüter"?

In dem Text zieht Kerkeling in Zweifel, dass das Boulevardblatt "an Wahrheit, Anstand und ehrlicher oder gar lupenreiner Aufklärung interessiert" sei: "Seit wann, bitte?? Der Bild geht es nur um so viel Auflage und Skandal wie eben möglich. Ausgerechnet die Bild mutiert nun zum obersten Moralhüter und zum reinen Gewissen der Nation!?!? ??Armes, ganz armes Deutschland!??"

Der Text - in eigentümlicher Orthografie und Interpunktion - changiert zwischen Ironie und Zorn, vergleicht Wulff und seine angeblichen Verfehlungen mit anderen deutschen Politikern ("Schroeder hat sich im Fernsehen hackevoll und live um Kopf und Kanzlerschaft geredet, Kiesinger war in der NSDAP") und schießt gegen Bild-Chef Diekmann, der sich bei seinen eigenen Redakteuren ausheule und tapfer gegen "den Bundesdiktator Wulff" anberichte.

Das Lachen bleibt dem Leser aber eher im Halse stecken. Denn ganz offenbar ist der mutmaßliche Kerkeling besorgt: "Jedem potentiellen Nachfolger des Bundespräsidenten muss angesichts dieser hysterischen Debatte die Lust auf das Amt vergehen." Und zum Schluss ruft er dem viel Gescholtenen zu: "Herr Präsident, bleiben Sie im Amt und vor allem bleiben Sie Mensch!"

 

 

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Quelle: n-tv.de

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