Unterhaltung

Der "Bauer sucht Frau"-Last-Minute-Love-Check: Liebe gibt's nicht bei Aldi im Regal

Von Thomas E. Schmitt

Endspurt auf den Liebeshöfen der Republik: Wollen die Landwirte der großen RTL-Kuppelshow Weihnachten nicht alleine verbringen, müssen sie sich ins Zeug legen. Im Staffel-Vorfinale können noch einmal fünf Paare die letzte Chance nutzen, um zueinander zu finden. Bei wem schnackelt's, bei wem nicht?

Es bleiben nur noch wenige Gelegenheiten für die Landwirte in der RTL-Romanze "Bauer sucht Frau", um ihre Angebeteten zu überzeugen. Eine Folge noch bis zum großen Staffelfinale und noch längst sind nicht alle Agrarfachleute unter der Haube. Da wird es Zeit, ein letztes Mal Gas zu geben. Der Liebe ein wenig Kraftfutter beizumischen. Den Acker der Emotionen mit Zuneigung zu düngen. Den Zuchtbullen der Romantik aus dem Stall zu lassen. Quasi.

Aber genug der schiefen Sprachbilder. Fünf Paare ringen ein letztes Mal um eine gemeinsame Zukunft, fünfmal steht Amor vor der Entscheidung: Pfeil im Köcher lassen oder raus damit und ab ins Herz? Wer hat eine gemeinsame Zukunft und wer nicht? Wer kann sein Herzblatt in letzter Sekunde von sich überzeugen und wer kann sich künftig wieder voll und ganz dem Heuen widmen? Der große "Bauer sucht Frau"-Last-Minute-Love-Check!

Denny und Timo: Eine sichere Sache. Eine sichere Sache?

Die Nummer ist klar: Zwischen den liebevollen Lausitzer Denny und den Altenpfleger Timo passt kein Blatt. Seit Episoden sind die beiden das Traumduo der RTL-Sendung "Bauer sucht Frau". Nach ihrer gemeinsamen Hofwoche nutzt Timo jeden freien Tag, um seinen neun Jahre älteren Freund zu besuchen. Ja, die beiden sind ein Paar.

Timo und Denny reden Tacheles.
Timo und Denny reden Tacheles.

Aber, was? Alles aus? Wie bitte? Timo und Denny, die verliebten Turteltäubchen aus dem Brandenburgischen, machen Schluss! Auf einmal! Nichts hält mehr, der Glaube an die wahre Liebe ist dahin. Und diese ernüchternde Nachricht ausgerechnet zum Beginn der Adventszeit.

So kommt es: Der 30-jährige Landwirt Denny muss echt schuften. "Ich lebe von meinem Hof", sagt er. Und der braucht seinen Einsatz, auch wenn Timo liebesdurstig aus der Stadt zu Besuch kommt. Dass er dann Denny auf dem Hof unter die Arme greifen muss, so hat er sich das nicht vorgestellt: Arbeit, Arbeit, Arbeit. "Ich geh ja auch arbeiten, und immer wenn ich hier auf dem Hof bin, muss ich auch arbeiten."

Es kommt zur Aussprache. Denny redet Tacheles: "Mein Wunsch war ein Partner, der hier mitzieht. Wenn man eine Partnerschaft eingeht, dann muss die Arbeit Hand in Hand mitfließen". Nicht mit Timo: "Ich glaube, es macht keinen Sinn mehr, dass ich bleibe. Ich glaube, ich geh mal packen!".

Liebes-Prognose: Erübrigt sich. Nach dem Abgang ist ein Gefühls-Comeback nahezu ausgeschlossen.

Kurt und Sonja: Wenn jetzt noch Nils mitmacht, dann hält's.

Während bei Denny und Timo "nur" die Arbeit zwischen den beiden steht, ist die Sache bei Kurt und Sonja schon komplizierter. Auch der muntere Mittelfranke kann seinen Hof nicht im Stich lassen, auch er muss buckeln, um seine 20 Hektar Acker, die 45 Kühe und die 4 Pferde in Schuss zu halten. Und auch er wünscht sich neben einer kuscheligen Schulter zum Anlehnen einen kräftigen Arm, der ihm zur Hand geht.

Nils findet es bei Kurt dufte.
Nils findet es bei Kurt dufte.

Und auch bei Kurt und Sonja hat es gefunkt. Nach der Woche im Frankenland kommt die rosige Reiseverkehrsfrau so oft es geht vorbei, um ihren Kurt zu sehen. Doch sie hat auch noch einen anderen: Nils. Nun ist Nils nicht ein dahergelaufener Städter, der Kurt den Rang abzulaufen droht. Nein, Nils ist Sonjas Sohn. Und auch Nils muss mit Kurt können, soll es mit einer gemeinsamen Zukunft was werden.

Und dann, auf lange Hand geplant: die Familienzusammenführung. Nils und Kurt müssen miteinander klarkommen. Wird es gutgehen? Kann Kurt Nils umgarnen? Er kann! Denn Kurt hat das, was alle fünfjährigen Jungs lieben: einen Trecker. Wenn Nils doch wüsste, wie hart das Landleben auch sein kann.

Doch noch weiß er davon nichts und ist hin und weg von Kurt. Sonja ist glücklich: "Warum habe ich ihn nicht eher getroffen? Das ist das, was mir durch den Kopf geht, wenn ich Kurt sehe". Und Kurt? Der ist ganz vernarrt in Nils und spricht eine Einladung aus: "Ich würde mir wünschen, dass Sonja und Nils ganz zu mir ziehen und wir uns eine Zukunft aufbauen". Ein Kinderzimmer hat er auch schon eingerichtet!

Liebes-Prognose: Ja, ja, ja. Kurt, Sonja und Nils werden eine kleine Familie. Ganz bestimmt.

Peter und Nicole: Zwei Karnickel auf die Liebe

Peter und Nicole sind schon einen Schritt weiter. Peter wird zwar von RTL beharrlich als schüchterner Ackerbauer betitelt, hat aber im Gegensatz zu anderen schon Nägel mit Köpfen gemacht. Der 30-Jährige hat Autoteile-Monteurin Nicole nach der Hofwoche zu sich ins Saarland zurückgeholt. Die 33-Jährige richtet sich auf länger ein und hat gleich schon mal ihren Gaul mitgebracht.

Tataaa: Ein neuer Hase auf dem Hof.
Tataaa: Ein neuer Hase auf dem Hof.

Weil es so gut mit den beiden läuft, wagen sie den nächsten Schritt. Die tierliebe Partnerin von Peter holt noch die restlichen Viecher von Zuhause und zieht endgültig ein. Und da hat sich Peter was eingehandelt: Jedes einzelne ihrer Hühner und Kaninchen stellt sie ihm persönlich vor: "Das ist Schneewittchen - wegen weiß wie Schnee - und das ist Snow - wegen weiß wie Schnee. Und das hier ...". Nicole glücklich: "Dass Peter mich so nimmt, mit meinem ganzen Anhang, ist ja nicht so selbstverständlich", räumt sie ein. "Das zeigt, dass er mich liebt."

Und dann setzt der rotwangige Jungbauer noch einen drauf. Damit sich die Lieblinge von Nicole und Nils selbst besser akklimatisieren, macht er sich auf in die Zoohandlung. Zwei niegelnagelneue Kaninchen erweitern jetzt Nicoles Sammlung! Petra und Nikki heißen sie, benannt nach den beiden Turteltäubchen. Das muss Liebe sein.

Liebes-Prognose: Unentschieden. Wenn Peter der ganze Kleintierzoo nicht irgendwann zu viel wird, kann's aber was werden.

Clemens und Sandra: Nagel-Affäre schweißt zusammen – vorerst.

Im Münsterland gibt sich der kernige Kartoffelbauer Clemens alle Mühe, Sandra, die 38-jährige Physiotherapeutin, von sich zu überzeugen. Bei der Hofwoche will er der schnieken Städterin aber auch nichts vormachen. Auf dem Land geht's schmutzig zu. Bei der Kartoffelernte muss Sandra kräftig mit anpacken.

Das tat weh!
Das tat weh!

Und die geht gleich beherzt zur Sache. Mit den bloßen Händen buddelt sie die Knollen aus dem Acker. Doch plötzlich macht es "knacks". Einer von Sandras fein gepflegten Fingernägeln bricht ab! Der Alptraum für die modebewusste 38-Jährige. Und dann kommt ihr Clemens auch noch blöd! "So ist das Leben", sagt er nur lapidar.

Die Scharte wetzt Clemens später aber wieder aus, genauso wie er den schadhaften Nagel wieder in Form feilt: Mit viel Feingefühl lackiert er ihn neu, die beiden glucksen und gickeln. Bei einem Glas Wein und mit zärtlichen Massagen vor dem Kamin geht der vorerst letzte gemeinsame Tag zu Ende und die beiden reden über die Zukunft. Sandra verspricht, wiederzukommen. Küsschen, Händchen halten - alles in Butter?

Liebes-Prognose: Bei allen Turteleien: Im Dreck zu wühlen, ist auf Dauer nichts für Sandra. Der lebensfrohe Clemens wird sich früher oder später erneut auf die Suche begeben müssen.

Heinrich und Emine: Kein Bock auf Ferkeleien

Eigentlich mag Heinrich Emine. Und eigentlich mag Emine Heinrich. Wenn da bloß nicht diese ekeligen Schweine wären. Die 48-jährige Hauswirtschafterin gibt alles, um ihren inneren Schweinehund zu überwinden und hilft Heinrich dabei, ein Ferkel zu putzen. Zaghaft zwar, aber doch gründlich befreit sie das Nutztier vom Schmutz. Heinrich: "Emine war sehr mutig. Doch ich habe immer noch nicht das Gefühl, dass Emine einen großen Bezug zu Tieren aufbauen kann".

Emine sieht das ähnlich. Für sie sind die Schweine das K.o.-Kriterium: "Manche Sachen haben einfach nicht gepasst - wie der Schweinestall." Und Heinrich bringt es auf den Punkt: "Ich habe gemerkt, dass es bei uns nicht passt und für die große Liebe hat es auch nicht gereicht".

Verflogen sind die großen Gefühle vom Scheunenfest. Heinrich + Emine = nix. "Ich habe gemerkt, dass Emine nicht genug Bezug zur Landwirtschaft und zu den Tieren hat. Ich bin zwar traurig, aber es passt nicht", sagt Heinrich. "So 'ne Liebe kann man auch nicht einfach bei Aldi aus dem Regal holen."

Liebes-Prognose: Dem ist nichts hinzuzufügen. Nicht nur die Säue stehen zwischen dem sensiblen Schweinebauern Heinrich und Emine.

Quelle: n-tv.de

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